das lieferkettengesetz

vielleicht gut gedacht, aber sehr schlecht gemacht. der merkel-regierung sind wieder mal die interessen der wirtschaft wichtiger als die moral und der schutz der menschenrechte. ohne haftung und ohne verbindliche risikoanalyse für die gesamte lieferkette bleibt dieses gesetz zahnlos und lässt, wie bisher, die menschen im stich, die in textilfabriken und auf kakaoplantagen für unseren fragwürdigen wohlstand arbeiten.

wie reagieren die dax-konzerne basf und vw, die in china in der provinz xinjiang produzieren? es gibt berichte über zwangsarbeit in dieser überwiegend von uiguren bewohnten provinz. haben diese deutschen konzerne auch menschenrechts-verletzungen in den eigenen produktionsstätten oder bei zulieferern zu verantworten?

welttag gegen kinderarbeit

der „sozialen“ marktwirtschaft, dem konsumwahn und seinen konsumenten ist die kinderarbeit von über 150 millionen kindern scheissegal. auch die schlimmsten formen der kinderarbeit, wie sklaverei, sklavenähnliche abhängigkeiten, zwangsarbeit, der einsatzes von kindersoldaten, kinderprostitution oder kinderpornographie helfen dem wirtschaftswachstum und unserem westlichen lebensstil, den wir so sehr verteidigen.
auf kakao- und haselnussplantagen sorgen kinder für die billige schokolade und nutella in unseren supermärkten. diese kinder durften aber noch nie selbst schokolade kosten. auch für die seltenen erden, die für die smartphones benötigt werden, sorgt die ausbeutung der kinder für gesuchte billige produkte, die wir so dringend brauchen.
eine freiwillige sorgfaltspflicht der konzerne und verbraucher hilft dieses kindern nicht. kinderarbeit kann man so wenig verbieten, wie die armut. nur bildung und ein bedingungsloses grundeinkommen für alle kann diesen kindern helfen.