bin so sprachlos

gehört der kindesmissbrauch schon immer zu deutschland? diese gewalt ist eine schande und erweckt wut und hass. lügde, bergisch-gladbach und jetzt münster. immer mehr schreckliche missbrauchsfälle in deutschland. hat das internet die dimension von kindesmissbrauch so gigantisch verschlimmert?

ich erinnere mich auch an die kirchenvertreter, die kinder sexuell missbraucht haben, bzw. noch immer missbrauchen. dann die pädagogen, erzieher und erzieherinnen die sich an den kindern vergangen haben. rund 40 kinder sollen in deutschland jeden einzelnen tag missbraucht werden (2018 über 14.000 anzeigen), allerdings wird das bei weitem noch nicht der gesamte schrecken des kindesmissbrauchs in deutschland sein.

13 Gedanken zu „bin so sprachlos

  1. Was für ein häßliches Thema. Und wozu dient es? Zum ausgewählten Politikerbashing. Dazu ist es da. Gut sind offenbar wieder die (HErren) Politiker, die laut schreien: härtere Strafen! Allerdings als alte Law & Order – Typen sowohl Jugendämter als auch Polizei als auch Vereine (wie Brennessel) zusammengespart haben, wie auch das Gesundheitssystem, das uns ja erst jüngst fast um die Ohren flog (warum gab es keine Masken, warum nicht mehr Tests? Weil sie fehlten. Weil sich niemand auf eine Pandemie vorbereitet hat trotz aller Warnungen und die viel zu geringen VOrräte vorrangig auf den knappen Intensivstationen gebraucht wurde… soll ich weitermachen?). Wir sperren also jeden Verbrecher ein, super – aber, kleines Problem, das bei der Ausstattung unserer Gefängnisse hilfreich sein könnte: wie und wo finden? Ach ja – wie ja auch schon richtig angemerkt: wir sperren dann jeden Jugendlichen ein, der mit einer noch nicht ganz Jugendlichen rumknutscht. Tatbestand erfüllt.
    Nein, man muß auch bei einem so emotional aufgeladenen Thema (beinahe hätte ich gesagt, die Kirche im Dorf lassen, aber ich glaube, das paßt hier jetzt einfach nur wie die berühmte Faust aufs Auge) genau hinschauen und unterscheiden. Mißbrauch (wie überhaupt jedesmal von Mißhandlung, ebenfalls sehr verbreitet und an sich verabscheuungswürdig, abtrennen?) erkennen: also, mir fiel das immer schwer. Und die wenigen Fälle, in denen ich das halbwegs Dingfest machen konnte störten mein Seelenleben auch noch Jahre danach: habe ich wirklich alles richtig gemacht? Was habe ich übersehen? Welcher Teil war wahr, welcher übertrieben/erfunden? Hätte ich früher…?
    Aber einfach mal irgendwen einsperren, obwohl man noch gar nicht weiß, was los war? Na ja, die Vereinfachung hat noch nie geholfen.
    Ist eigentlich irgend jemandem schon aufgefallen, dass wir uns dem Mittelalter nähern? Egal bei was (außer Verkehrsdelikten): härtere Strafen, und gut isses. Und wer verdächtigt wird ist doch sicher auch schuldig, irgend jemand muß dran glauben (Wildwest? Erinnert an den alten Witz von Stalins Uhr, der dem Geheimdienstchef sagte, sie sei wohl gestohlen. Am nächsten Tag: sie war in der Nachttischschublade, gefunden! Genosse Stalin, das kann nicht sein, wir haben schon 20 Leute verhaftet und 15 haben schon gestanden).
    Zugegeben, habe ich mir bei diesem oder jenem auch schon gewünscht. Und manches Urteil nach der Information, die letztlich medienwirksam aufbereitet zugänglich war, hinterfragt (z.B. der Testfahrer, dem nicht letztgültig nachgewiesen werden konnte, dass er dort fuhr und die Frau von der Straße drängte, nötigte – und der trotzdem, aber halt nicht so streng bestraft wurde – hä? was für ein Rechtssystem war das denn? So ein bißchen schuldig???).
    Aber in aller Regel (wer war schon mal im Gefängnis? Kennt das metallische Geräusch einer Tür, die hinter einem zugeht und sich nur wieder öffnet, wenn der Schlüsselherr so gnädig ist? Ich kenns auch nur als Besucher, das reicht mir!), zumindest meine Erfahrung, sind Richter sehr sorgfältig und die Strafen nicht ohne. Hat jemand die letzten Urteile in bekanntgewordenen Fällen schweren Kindesmißbrauchs verfolgt?
    Es bleibt dabei: Prävention. Aufklärung – im Sinne von Information, aber auch des möglichen Falles. Erst einmal, denn dort landet das, wenn überhaupt, regelmäßig zuerst, durch soziale und medizinische Systeme, dann Polizei. Und dann erst, liebe Vorverurteiler, dann erst Justiz. Und auch der so übler Sachen verdächtige bekommt einen Rechtsanwalt, der erst mal prüft, was stichhaltig ist!
    Und dann, egal wie schlimme die angedrohte Strafe ist, geht vielleicht der übelste Täter bei schlechter, vielleicht auch schlampig recherchierter Beweislage als freier Mann vom Justizpalasthof… Hart, ja, aber wollt ihr Unschuldige einsperren? Da war Katharina die Große weiter!

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  2. Das Problem sind die Erwachsenen, die einerseits Kinder nicht genügend respektieren und daher an ihnen ihre perversen Triebe ausleben, und andererseits ihre Kinder nicht genügend schützen. Ich denke z. B. an die Frauen, die wissen, dass ihr Mann die Tochter missbraucht, aber nichts sagen oder sogar noch der Tochter Vorwürfe machen anstatt dem Mann.

    Ich habe sogar einmal einen Pädophilen im Fernsehen sagen hören (ja, tatsächlich, der bekam Sendezeit), dass nicht jeder Sexualverkehr mit Kindern gezwungen ist, sondern dass sie das auch wollen und geniessen. Als ob die wirklich mit einem alten Knacker oder einer alten Tante Sex haben wollten … sie trauen sich nur nicht, sich zu weigern.

    Aber es fand und findet (?) auch in Kinderheimen, Haushaltsschulen und sogar bei staatlich bestallten Pflegefamilien statt. Das kann nur funktionieren, weil viele der Kinder sich nicht trauen, etwas zu sagen, weil sie nicht wissen, wie danach ihr Leben aussehen wird. Was sie haben, wissen sie, aber was auf sie zukommen würde, können sie nicht überschauen. Dann lieber in der bekannten Hölle bleiben. Un ausserdem wird ihnen oft nicht geglaubt …

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    • Auch hier muss ich die Grüne Ex Ministerin zitieren. Deren Äußerung „Hab Dich nicht so“ oder so ähnlich bei der Erwärmung Sex mit Kindern, zeugt von absolut verkommenen Moralvorstellungen in unserer Gesellschaft. Der „rote Dany“ und seine Odenwaldschule geprägten Freunde wollten das ja straffrei machen..

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        • Da stinkt der Fisch aber auch vom Kopf an. Grüne Politiker wollten Sex mit Kindern straffrei stellen und ein hochrangiger SPD Genosse sammelte Kinderpornos. Was ja nicht verboten sei. Der Typ war erst einmal nicht zu erreichen und ist vielleicht sogar die Karriereleiter emporgestiegen. Mit E. beginnt sein Name.. Was Genaues kam nie so richtig raus..

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            • Vielleicht weil es dir Vorzeigepolitiker der Grünen so offen ausgesprochen haben..Und der Mainzer SPD Mann sich so vorbildlich aus der Verantwortung zog. Und weil immer nur von den bekannten Verbrechen der Katholiken die Rede war, unabhängig davon, dass die selbst im Glashaus sassen. Erst in jüngerer Zeit wurde bekannt, dass auch bei den Evangelischen solche Untaten vorkamen. Aber die haben zur Aufklärung dann auf ihren Kirchentag einen Kurs in „Vulva malen“ angeboten. Last not least: die Verbrechen sind generell gleich verabscheuungswuerdig. Bei den rot/grünen war aber das Pharisäertum mindestens genauso ausgeprägt.

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            • Wie gerade veröffentlicht: die SPD Justizministerin findet Kindesmissbrauch nicht so besonders strafwürdig. Ein Vergehen, mehr nicht. So wie falsch parken..

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  3. Es könnte durch die Digitalisierung und die Möglichkeiten, mit Kinderpornografie Geld zu machen zugenommen haben. Aber ich glaube auch: Die Gesellschaft ist sensibilisiert und die Aufklärungsrate ist höher. Wie viele armen Kinder mussten früher auf Bauernhöfen und in Fabriken schuften? Und nicht wenige wurden misshandelt und missbraucht. Viele Täter wurden selbst missbraucht. Nichts ist wichtiger als die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern und mit angehenden PädagogInnen die eigene Kindheit zu reflektieren.

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  4. Es ist im Einzelfall schon unfassbar und die Zahlen können einem den Rest geben. Dann staunt man auch noch die teilweise „gebildete“ Bevölkerungsschicht der Verbrecher/innen. Egal ob schwarz, rot oder grün. Unser Frankfurter Stadtteil Pfarrer fiel übrigens nicht unter die verbrecherischen Kirchenvertreter. Die nicht weit entfernte Odenwaldschule hatte da schon ein ganz anderes Personal. Vielleicht hat deren Musterschüler Daniel C.B. auch daher seine Vorliebe für kleine Kinder und bei der verehrten Ex Ministerin K. war das ja auch offensichtlich in Ordnung. Ihr ähnlich lautender Kommentar ist öffentlich bekannt. Und im jüngsten Fall wurde ja auch wieder einmal eine Erzieherin nicht so überprüft, wie es besorgte Eltern erwarten können. Und das Internet fördert das Verbrechertum natürlich auch mit leicht zu verdienendem Geld.

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