die lüge vom fachkräftemangel

das neue „fachkräfteeinwanderungsgesetz“ macht deutschland jetzt offiziell zum einwanderungsland. wie viele menschen werden dadurch ins land kommen? wie entsteht fachkräftemangel? z.b.: wenn eine fachkraft für nur 12 euro/stunde arbeiten und nicht älter als 35 jahre sein soll. oder wenn die fachkraft dann auch noch nicht tätowiert und gepierct sein soll. so wird die auswahl an fachkräften natürlich immer geringer. echten fachkräftemangel gibt es nicht, wenn fast 1,5 millionen fachkräfte arbeit suchen. tatsächlich fehlen uns heute mindestens 10 millionen versicherungspflichtige arbeitsplätze. aber die arbeitgeberverbände rufen den fachkräftemangel aus? ist die öffentliche panikmache nur eine dreiste lüge? mangelt es meist nur an der bezahlung?

verhindert zustrom aus dem ausland nicht in vielen berufen eine leistungsgerechte lohnanpassung? werden durch die zugriffsmöglichkeit auf zuwanderer viele berufe schon heute nicht mehr leistungsgerecht entlohnt? der fachkräftemangel wird fast nur in branchen beklagt, deren tariflöhne zu niedrig sind oder wo einzelne unternehmen zu schlechte arbeitsbedingungen bieten. warum führt fachkräftemangel in einer branche nicht automatisch zu einem lohnanstieg? warum sollen mathematiker, ingenieure aber auch professionelle pflegekräfte sich täglich beweisen müssen, wenn man, bei geringerem leistungsdruck, in anderen berufen mehr verdienen kann?

apropos: in deutschland gibt es ca. 300.000 prostituierte, 80 % von ihnen kommen aus dem ausland. besteht da auch ein fachkräftemangel, von dem ständig die rede ist?

16 Gedanken zu „die lüge vom fachkräftemangel

  1. Schon in den 1990er Jahren hatte ich des Öfteren darauf hingewiesen, dass es irgendwann eng mit Fachkräften wird. Denn viele Betriebe haben die Kosten für die Ausbildung lieber eingespart.

    Nun ist es durch Gewinnmaximierung, falscher Politik, völlig konfuses Bildungssystem soweit gekommen. Man versucht, gut ausgebildete Fachkräfte nach Deutschland zu locken. In ein Land in dem mittlerweile Löhne auf Niedrigniveau gezahlt werden.

    Wenn die Entwicklung nicht so traurig wäre, könnte man herzhaft darüber lachen.

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  2. Wen dieses Thema nicht bloß boulevardmäßig interessiert, sondern journalistisch recherchiert mit dem fachlich versierten Hintergrund eines Wirtschaftsstudiums und dennoch in leicht lesbare Form gebracht, dem empfehle ich das ausgezeichnete Werk von Hannes Hofbauer „Kritik der Migration“ ProMedia-Verlag ISBN 978-3-85371-441-6.
    Ab Seite 191 wird im Kapitel über die künstlich geteilten Arbeitsmärkte belegt, daß bereits seit 1990 Bestrebungen von Unternehmerseite im Gange waren, solche Berufe zu Mangelberufen erklären zu lassen, bei welchen sich jene billigere Arbeitskräfte wünschte, weilsie einfach mehr Gewinn scheffeln wollte. So stehen auf dieser Liste von Beginn an neben hochspezialisierten Technikern auch Berufe wie Koch, Kellner, Dachdecker und Spengler – konkrete Angaben beziehen sich meist auf A und D getrennt; dies mag der Grund dafür sein, daß es praktisch nur mehr Portugiesen sind, welche die deutschen 300 KV-Masten mit Kabeln versehen und diese in luftiger Höhe bei jedem Wind und Wetter befestigen. In Ösiland wurde die Mangelliste vom (sozialistischen) Amtsminister in seinen letzten AmtsAtemzügen Ende 2017 von 11 auf 27 Berufe erweitert, die Nachfolgerin der Rechtspartei legte gleich zu Amtsantritt 20 dazu, sodaß innerhalb von 2 Kalendermonaten gleich 46 Berufe mehr, sozusagen über Nacht, mit zu wenig Arbeitskräften auskommen mußten – das ist natürlich stark wirtschaftsgefährdend.
    Ja, ich denke, von Lüge über angebliche, tatsächlich vorhandene Mangelerscheinungen auf dem Arbeitskräfte(fach)markt darf gesprochen werden, wenn gleichzeitig Inländer vom AMS bloß verwaltet und nicht mehr vermittelt werden können, weil ihre Lehrabschlußarbeitsplätze durch Anlernarbeitsplätze ersetzt wurden.
    Falls sich jemand das Buch bestellt, dann bitte nicht über amazon, diese Schiene ist für Idioten exklusiv reserviert welche sich im Nachhinein über einen Mangel an Buchhandlungen beklagen möchten, sondern über eine Buchhandlung – oder noch besser, es vorerst über rebuy.de zu versuchen, das schadet der Umwelt nicht und verhindert noch eher, daß engagierte BuchhändlerInnen in zB Museen an der Kasse arbeiten müssen, weil es keine Arbeitsplätze für sie, nämlich Buchhandlungen, mehr gibt, danke.

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  3. Hier besteht auch Mangel an bestimmten Berufen, weil die Dänen da keine Lust zu haben oder Firmen nicht ausbilden wollen (das kostet ja). Z. B. gibt es massenweise arbeitslose Architekten, aber an Bauingenieuren hapert es. Es fehlt Gesundheitspersonal. Aber weil die Arbeitsbedingungen so miserabel sind, wollen immer weniger Leute das machen.

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