mode aus der kleiderkammer?

die (geistige) armut in deutschland wird immer sichtbarer.
sind immer mehr bürger auf die letzten fetzen der kleiderkammer angewiesen?warum werden denn solche „altkleider“ kopiert und zum neuen modetrend?

10 Gedanken zu „mode aus der kleiderkammer?

  1. Das gab es vor rund 30 Jahren schon mal. Auch da waren die Jeans teuer, gerade wegen der Löcher. Ich hatte aber damals mit drei Kindern weder Geld über, noch Interesse daran, für solche bescheuerten Modetrends das Geld auf den Kopf zu hauen. Hat auch nur 2 – 3 Jahre angehalten, der Trend.
    Ich trage immer und fast ausschließlich Jeans bis sie auseinanderfallen (und dann im Garten oder zum Tapezieren).

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    • In den Neunzigern noch. Hab im Schrank noch einen wenig getragenen Jeansrock, die ausgefransten Löcher waren bzw sind mit modischen Applikationen hinternäht. Wollt damals auch mal sowas selber machen, hat aber einfach nicht sollen sein. Vielleicht, weil ich immer im Handtäschchen Stopfei, -nadel sowie weitere Flick-Utensilien mitsamt löchriger Wollsachen mit mir führte. Im Bus, Tram, an Haltestellen,Elternabenden, Arbeitskreisen, auf Reisen, immer gestrickt oder geflickt, was nicht an der Nähmaschine ging. Mit Letzerer war ich so gewandt im Aufnähen von in Eigenregie kreierten kultigen Flickflecken auf selbst die engsten Kinderjeans-Hosenbeine, daß ich es heut selber kaum noch glauben kann. Ich hab für die Kinder Second-Hand-Hosen mit Löchern mitgenommen und wieder auf Vordermann gebracht, die Kinder haben diese anschließend gern angenommen.

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  2. Jeans halten ewig… Eine Alte nehmen, leicht abändern und wieder lange tragen. Bei T-Shirts oder Socken hingegen ist einfach mal die Luft raus. Löcher flicken geht nur ein zwei mal, dann fällts komplett auseinander.

    Hochwertige Baumwollware wird heute nicht mehr so oft angeboten.

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  3. Man MUSS nicht „kaputt tragen, man KANN es sich leisten kaputt zu tragen! Hinzu kommt, das es bei „kaputt“ deutliche Unterschiede gibt, wenn man den Blick dafür hat. Es gibt das Designer „kaputt“ und das Discount „kaputt. Designer „kaputt ist sehr teuer und empfindlich. Discount „kaputt“ ist absolut billige Massenware und signalisiert, das man den unbedingt notwendigen Existenzbedingungen verhaftet ist. Designer „kaputt“ ist stets eine exclusive Auswahl im Rahmen der individuellen Klamottenkollektion. Beide Varianten suggerieren mehr oder weniger soziale Gleichheit, verweisen jedoch real auf eindeutige soziale Unterschiede.

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  4. In meiner Jugend wurde darauf geachtet, daß neue Jeans nicht ladenneu aussahen: neue Jeans anziehen, in die gefüllte Badewanne setzen, mit der Wurzelbürste die Hosenbeine bearbeiten. Okay. Später haben dann die Hersteller „stonwashed“ erfunden. Und bei Rissen, wurde aus einer alten Jeans ein Flicken aufgesetzt. Aber zerfetzt lief keiner rum (auch die alt68er nicht!).

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