ich will keine schokolade!

„have a break, have a kitkat?“ lieber nicht, wenn man weiss, was drinsteckt. die bittere seite der schokolade: wer schokolade isst, unterstützt kinderarbeit auf kakao-plantagen. seit fast 20 jahren sperren sich die grossen konzerne gegen verbesserungen und fairarschen somit ihre konsumenten. nach wie vor arbeiten in westafrika fast zwei millionen kinder auf kakaoplantagen, teilweise ohne bezahlung und manche wie regelrechte sklaven. sie sind pestiziden, insektenstichen und schlangenbissen ausgesetzt, verletzen sich mit den macheten und haben rückenschmerzen. die misstände sind schon sehr lange bekannt und ein integraler bestandteil im produktionsprozess für schokoladenprodukte. die frist von 2020, die sich die grössten hersteller wie mars, nestlé, lindt & sprüngli, mondelez, hershey und ferrero gesetzt haben, läuft bereits nächstes jahr ab.

ein neunjähriges mädchen hat in der kakaoplantage ihres vaters unkrautvernichtungsmittel versprüht. morgens und abends schleppt das zierliche mädchen wasserbehälter vom dorfbrunnen nach hause, die schwerer sind als sie selbst. sie ist eines von rund zwei millionen kindern, die in der elfenbeinküste und in ghana im kakaoanbau arbeiten, damit kunden in deutschland und anderswo ihre schokolade geniessen können. aber wo kinderarbeit anfängt, endet meist die kindheit und gefährdet die gesundheit, kann ihr wachstum hemmen und schlägt sich in der regel negativ auf ihre schulbildung durch. wegen einer mischung aus unwissen, tradition und armut hält sich die kinderarbeit in den dörfern westafrikas. von hier kommen rund zwei drittel des weltweit produzierten kakaos, der dann von herstellern wie mars, nestlé, lindt & sprüngli, mondelez, hershey und ferrero verarbeitet wird. aktiv gegen kinderarbeit
lasst doch alle mal, ab sofort, für wenigstens sechs monate die schokolade im regal liegen. boykottiert diese konzerne so lange bis sie gelernt haben. sagt auch dem filialleiter eures supermarktes, warum ihr keine solche schokolade mehr wollt und sagt ihm auch, dass ihr von all den plastikverpackungen die schnauze voll habt. die verbraucher haben die macht, wenn sie nicht so ignorant, bequem und blöde sind!

10 Gedanken zu „ich will keine schokolade!

  1. Ich hab u. a. eine Histamin-Intoleranz und muß mir zahlreiche Schmankerln versagen. Avocados also eh nicht, doch gönne ich mir tgl. ein Stückchen 85% ige Schoki von der GEPA. Enthalten auch lediglich Kristallzucker und keine Pseudozuckersorten wie Invertasezucker, Sorbit oder Glukosesirup usw, die einen sehr schlechten Ruf genießen, weil extrem gesundheitsschädigend.
    Kannst hier im Beitrag unterhalb vom Video nachlesen:
    https://katzerin327418940.wordpress.com/2019/02/14/mein-feind/
    Hoffe, das war jetzt nicht wieder zu aufdringlich.

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  2. … bis es mit dem Selbstversorgen klappt werde ich verhungert sein … im Ernst, im Supermarkt kann ich fast nichts mehr kaufen (Plastikverpackung selbst oder gerade für Bio-Lebensmittel), im Öko-Markt wird Obst aus Spanien oder Avocado aus Israel feilgeboten (CO2 Bilanz), aus der Leitung fließt verseuchtes oder jodiertes Wasser, dem Boden im Garten fehlen Spurenelemente, im Weingummi ist Schweinegelantine und im Weichspüler Abfälle aus dem Schlachthof … es gibt immer wieder Schlimmeres – früher hieß es „was denkbar ist, ist machbar“ – heute ist aus der Utopie ein Albtaum geworden …

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    • das meine ich, solange verbraucher diesen dreck kaufen wird sich auch nichts ändern. mit seinem konsum bestimmt doch der verbraucher das angebot.

      warum ist deutschland europas grösster online-konsument und grösster müllproduzent? warum wurden letztes jahr soviel geländewagen zugelassen wie noch nie zuvor? warum fliegt der deutsche so viel wie nie zuvor?

      dem deutschen verbraucher ist doch die umwelt in wirklichkeit scheissegal. die zustimmung für die politik der grünen ist doch nur geheuchelt und reduziert das eigene schlechte gewissen. ob er die grünen auch wählt, wird sich noch zeigen.

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      • Sicherlich. Letztens besuchte ich einen Vortrag von Nico Paech. Er zog den Vergleich zum von der Kirche inszenierten Ablass: damals bezahlte man Mönche für das, für den Sündenerlass geforderte, Gebet, heute fliegen „wir“ nach Thailand, und zur Beruhigung des Gewissens wird Bionade oder FritzCola gekauft. Scheinwelten mit Alibifunktion, heute wie damals. Die Grünen und ihre Wähler-innen kamen bei Paechs Recherche übrigens auch nicht gut weg.

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