nichts geht mehr

das apallische syndrom: betroffene person können kaum noch bis gar nicht mehr kommunizieren. sie schlafen und manche reagieren noch auf reize. viele erwachen niemals ganz aus ihrem dämmerschlaf.
die augen geöffnet, die mimik erstarrt in einer mischung aus erstaunen und desinteresse, nicht fähig, sich zu bewegen oder irgendwie kontakt zur aussenwelt aufzunehmen. sie sind weniger als der schatten ihrer selbst. „apallisches syndrom“ nennen mediziner diesen zustand zwischen der tiefen bewusstlosigkeit (wachkoma) und dem bewussten wachsein, wie gesunde es erleben. quelle: gesundheit.de

13 Gedanken zu „nichts geht mehr

  1. Furchtbarer Zustand.
    In gewisser Weise ähnelt er dem Zustand meiner Schwiegermutter, der die Demenz bereits fast alles Wissen und Erinnern genommen hat. Mittlerweile kann sie auch nicht mehr stehen oder gehen, weil ihr Gehirn wohl den Bewegungsapperat nicht mehr erreicht.
    Sie kann aber noch essen, wenn wir ihr das Essen anreichen. Sie reagiert manchmal auf Ansprache mit murmeln oder lächeln und reagiert auf Reize der Haut, wie streicheln oder kneifen. Sie kann auch noch mit dem Strohhalm trinken. Aber das war es dann auch. Ein bescheidenes Leben.

    Für am schlimmsten halte ich jedoch das Locked-in-Syndrom, das in dem Link beschrieben ist. Grauenvoller Gedanke, im eigenen Körper bei vollem Bewußtsein gefangen zu sein. In dem Roman „Schmetterling und Taucherglocke“ kann man autobiographisch über Jean-Dominique Bauby (1952-1997), einem französischen Journalisten, Autor und Chefredakteur des Magazins Elle, lesen.
    Zitat:“ Mittels Blinzeln diktierte er das Buch. Einmal mit dem Lid blinzeln bedeutet ja, zweimal nein. Ein spezielles Alphabet wurde erstellt wodurch die Logopädin Claude Mendibil Buchstaben für Buchstaben, Wort für Wort und Satz für Satz ihm entlocken konnte und es so gelang dies aufzuschreiben.“
    Als ich es damals las, war ich sehr betroffen darüber, was einem Menschen aus heiterem Himmel wiederfahren kann.

    Gefällt 2 Personen

  2. Das „gefällt mir“ unter dem Beitrag bezieht sich darauf, mal wieder von Dir zu hören.

    Ich wünsche mir, daß Du den Post als Metapher für unsere nicht-handelnden Granden der Republik gedacht hast. Falls nicht – was ich eher befürchte – wünsche ich Dir (und uns), daß sich die Starre bald löst.

    Gefällt 1 Person

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