ich entschuldige mich nicht!

erinnert ihr euch? fehltritt: die ungarische kamerafrau petra lászló trat im sommer 2015 gegen flüchtlinge. meinen beitrag „petra lászló – ein gesicht des rassismus“ und das foto habe ich später wegen lászlós persönlichkeitsrechts gelöscht.

PetraLászló innocent (@Petra_Laszlo) schrieb mir am gestern:
„Hello Geno,
willst du dich nicht bei der ungarischen Kamerafrau Petra Laszlo entschuldigen? Du hast doch einen Artikel gehabt: „petra lazlo – ein gesicht des rassismus“. Die Petra (Mutter von kleinen Kindern) hat danach Morddrohungen bekommen. Mit deinem Artikel hast du dazu auch beigetragen. In diesem Video kannst du sehen, wie die xenofoben deutschen Journalisten die unschuldige Frau mit optischen Täuschungen fertiggemacht haben.

Du hast zwar versucht deinen Artikel zu löschen, aber dein Bild ist noch zu finden: „Ich bin (k)eine herzlose, rassistische, kindertretende Kamerafrau.“
Es ist höchste Zeit dass du dich bei der Frau Petra öffentlich entschuldigst.“

folgend petra lászlós aussagen vom mai 2017 in budapest:
warum hat petra lászló das mädchen getreten? „Es war Notwehr. Natürlich hat man keine Angst vor einem Mädchen. Aber es war eine Masse von Menschen, die auf mich zukam, und das Mädchen selbst war nur einen halben Kopf kleiner als ich.“

und warum will sie einen mann zu fall bringen, der einfach nur an ihr vorbeilaufen will? einen mann mit einem kleinen kind auf dem arm? „Ich wollte dem Polizisten helfen, den illegalen Flüchtling aufzuhalten. Es war eine Kurzschlussreaktion, halbherzig, ein Fehler. Aber ich habe dafür bezahlt.“

bewährungsstrafe für kamerafrau nach tritt gegen flüchtlinge:
die ungarische kamerafrau, die im sommer 2015 davonlaufende flüchtlingen während ihrer arbeit absichtlich getreten und zu fall gebracht hatte, ist von einem ungarischen gericht in erster instanz wegen landfriedensbruch zu einer bewährungsstrafe verurteilt worden. ein konkretes strafmass wollte das gericht in der stadt szeged im süden ungarns nicht verhängen. die bewährungsdauer für petra lászló ist auf 3 jahre festgelegt worden.

weil petra lászló (nach eigenen aussagen!) gegen ein mädchen getreten und den mann mit dem kind auf dem arm zu fall gebracht hat und dafür verurteilt wurde, sehe ich keinen grund mich bei petra lászló zu entschuldigen.

24 Gedanken zu „ich entschuldige mich nicht!

  1. Hi Geno, danke für die Antwort.
    Du hast die von der Süddeutsche Zeitung gefälschte Aussage von Petra Laszlo zitiert. Nachdem die Frau von den @SZ Journalisten über den Tisch gezogen worden war, ist ein Artikel auch in Ungarn erschienen: http://www.demokrata.hu/hir/belfold/alszent-ragalom
    Einige Sätze in Deutsch hier: (3 Blätter)


    Die Frau war wirklich in Panik im Tumult. Das zeigt die nach Vorn gehaltene Handfläche. Das Mädchen wollte sie umstoßen um durchzubrechen, und die Frau aus dem Weg schlagen.

    Die Seitenansicht, wo man die Frau in Panik hätte sehen können, hatten die xenophoben deutschen Redakteuren abgeschnitten. Man wollte die Frau als Dämon darstellen und nicht in Panik zeigen. Wegen der schlechten Bildqualität in 2015 konnte man die optische Täuschung nicht erkennen. (Süddeutsche in 2015, aber HD in 2017!!!)

    Der syrische Trainer war eine optische Täuschung,
    und im Tumult war die Frau in Notwehr StGB §32 (2) https://dejure.org/gesetze/StGB/32.html
    und in Panik StGB §33 https://dejure.org/gesetze/StGB/33.html

    Die Frau hat das Mädchen nicht getreten. Die Frau hatte den Fuß nur vertikal hochgezogen! Um ihren eigenen Körper vor der Kollision zu schützen! Von Hinten sieht man die nach Vorn gerichtete Bewegungsvektor nicht. Blikt man auf ein XY Koordinatensystem (Bildschirm), sieht man die Bewegung in Z-Richtung nicht.

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  2. Das ist halt immer die Gefahr, wenn man über Dinge berichtet, die man irgenwo gelesen hat. Ich hab mich auch schon gewundert, dass du oft über Sachen berichtest, die du irgendwo aufgeschnappt hast und die du gar nicht beurteilen kannst, weil du nicht dabei warst.

    Wir haben hier auch so einen Kommentator bei der Offenbach-Post, meiner Heimatzeitung, der spricht gerne über die Vorkommnisse in Kriegsgebieten und gibt sein Urteil ab. Und man fragt sich, woher er sein Urteil bezieht, wenn nicht selbst aus der Presse und jeder Mensch weiß, dass die Presse manipuliert ist.

    Ich hätte mich auf jeden Fall entschuldigt, wenn die Sachlage unklar scheint und ich nicht dabei war und ich also die Sachlage in diesem Moment überhaupt nicht beurteilen kann. Videos sind immer uneindeutig. Im Notfall für den Angeklagten.

    Aber überhaupt, dass du so Sachen hier bei dir bringst, macht mich traurig, Dein Blog – wo du von Thema zu Thema springst – erinnert mich an eine kostenlose Werbezeitschrift, die auch jede Woche immer spektakulär auffallen möchte. An die BILD-Zeitung kommst du nicht ran, aber ist schon so ein wenig, als wolltest du ihr Konkurrenz machen.

    Ich frag mich nur: WARUM? Möchtest du deine Überlegenheit, deine Sprachfertigkeit, deinen Durchblick, deine Art des Humors beweisen? Was tust du hier anders, als allgemeine Nachrichten nochmals nachbereiten für ein paar Blogger, die nicht fähig sind, sich selbst ein Bild zu machen von den Dingen, die in der Welt vorgehen?

    Hast du nix besseres zu tun? LG PP

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    • schade, du hast noch nicht verstanden, dass ich auf meinem blog nach antworten suche. ist dir noch nicht aufgefallen, wie oft ich meine titel mit einem fragezeichen beende? ich will die meinung meiner besucher lesen und diskussionen anregen.

      es sind genau die „allgemeinen nachrichten“ die man hinterfragen muss und das interesse meiner besucher gibt mir recht. besseres zu tun habe ich auch nicht.

      die kamerafrau petra lászló hat zugegeben, dass sie tritte verteilt hat. sie hatte sich auch dafür entschuldigt, wurde aber trotzdem dafür verurteilt.

      noch traurig? DANN HEUL DOCH! ODER GEH DOCH ZU NETTO!

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    • Tut mir Leid Geno, ich habe eine Kopie von deiner damaligen Seite. Eine Fragezeichen gab es nicht. Nur ein Komment:
      Sylvia Kling war echt herzlos zu der tödlich bedrohten Familienmutter: „…..Na, die Frau hat echt Nerven!…..“

      Petra hatte Pech. Sie wurde Opfer von optischen Täuschungen, und die gemeinen deutschen Redakteuren brauchten ungarnfeindliche Willkommenskultur-Propaganda. Alles wurde gegen sie ausgelegt.
      (Ich schließe auch nicht aus, daß der Urteil gekauft wurde.)

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      • Sie erinnert sich nicht?
        Das finde ich schwierig bis unmöglich.
        Als Lehrerin habe ich Aufsichten, unter anderem wenn die Pause beginnt bzw. endet. Da rennen dann ca. 400 recht wilde, laute und ungezügelte Teenager an mir vorbei. Schubse ich einen von ihnen oder einer mich, haben wir beide eine sehr klare Erinnerung daran.
        Für Entschuldigungen waren in dem Fall auch nie Morddrohungen nötig. So viel Anstand habe sowohl ich als auch meine SchülerInnen.

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        • Warum hätte sie sich an jede Sekunde erinnern müssen?
          Unterwegs, nach Hause wurde sie rausgeschmissen. (N1TV hatte auch Morddrohung bekommen).
          Als sie sah, was im Internet los war, hatte sie Angst zu Hause zu bleiben. Sie hatte sich versteckt. Ohne TV, ohne Internet.
          In ihrem Brief schrieb sie nur über die Situation im Tumult. Sie wurde gerempelt, und als der Jungemann kam, machte er eine Richtungsänderung, und er drehte sich dabei gegen die Frau. Da wollte sie ihn fernhalten. Daran hatte sich erinnert. Das Mädchen hatte sie nur auf dem gefälschten deutschen Video gesehen.
          (Gefälscht, weil wichtige Teile abgeschnitten, bzw zusammengeschnitten wurden, und die Falten konnte man auf ihrem Knie und Hemd nicht sehen. Das HD Video rückte @SZ erst in 2017 aus)
          Über den Trainer hatte sie keine Ahnung. Boris Kalnoky (WELT) hat auch bemerkt, daß sie nur über den Tumult geschrieben hatte:
          WELT: „………….Ihre Schilderung vermag vielleicht, ihr Verhalten auf dem ersten von zwei Videos zu erklären, die von dem Vorfall im Umlauf sind. Da sieht es tatsächlich so aus, als reagiere sie teilweise aus panischer Verwirrung im Chaos. Aber ein zweites Video zeigt, wie sie gänzlich unbedrängt einem alten Mann ein Bein stellt und ihn zu Fall bringt, wobei ein kleines Kind zu Boden fällt, das der Mann auf dem Arm hält. In ihrem Brief geht sie darauf gar nicht ein…………..“
          https://www.welt.de/politik/ausland/article146307668/Kamerafrau-erklaert-ihren-Angriff-auf-Fluechtlinge.html
          (Sie hatte sich also NUR für die Panik im Tumult entschuldigt, aber die Lügenpresse berichtete: „Sie hätte alles zugegeben“. Ihr Brief wurde umgedeutet. Ihre Worte verdreht.)

          Das angebliche „Beinstellen“ erfuhr sie wahrscheinlich erst beim Verhör, als die Polizei das verschwommene, deutsche Fake-Video ihr unter die Nase hielt.
          (Tja, wo blieb das HD-Video bis 2017 ???)

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  3. Vorweg: Ich sehe ebenfalls keinen Grund für eine Entschuldigung deinerseits.
    Soweit ich weiß, hat sich Frau Laszlo selbst entschuldigt – nachdem ihr vom Arbeitgeber gekündigt worden war – und sie sich vermutlich dadurch ein milderes Urteil im seinerzeit noch anhängigen Strafverfahren erhofft hat.
    Anmerkung: Frau Laszlo war für den zur rechtsextremen Jobbik-Partei gehörenden Internet-Fernsehsender N1TV tätig.
    RTL hat damals die Szene gefilmt und veröffentlicht. Die Bilder gingen um die Welt und sprechen für sich. Der Gestürzte heißt übrigens Osama Mohsen und sein Sohn Zaid. Heute leben sie in Madrid und Osama Mohsen hat einen Job an einer Fußballschule. (Wenn das so noch aktuell ist).
    Die Erklärungsversuche nach der Tat konnten niemanden überzeuge. Nur ein paar Rechte haben Beifall geklatscht.
    Allerdings rechtfertigt das alles in keinster Weise die Hexenjagd und die Drohungen, die Frau Laszlo danach oder seitdem erfahren musste oder noch muss.

    Gefällt 6 Personen

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