multiresistente keime sind in der umwelt angekommen

experten sind alarmiert: in badeseen, bächen und flüssen haben wissenschaftler keime nachgewiesen, die gegen verschiedene antibiotika unempfindlich sind. darunter auch solche, die sogar gegen wichtige reserveantibiotika colistin unempfindlich seien.
gesundheitsexperten äussern sich besorgt: „das ist wirklich alarmierend, die erreger sind anscheinend in der umwelt angekommen und das in einem ausmass, das uns überrascht.“ multiresistente keime gelangen auch aus krankenhäusern ins abwasser. doch die kläranlagen können sie nicht vollständig herausfiltern. quelle: ndr

alarmierend: dank „wurstminister schmidt“ wird ausgerechnet das reserve-antibiotikum „colistin“  in der massentierhaltung reichlich eingesetzt (nur 3 hühner sind krank, aber alle 40.000 hühner im stall bekommen antibiotika). die multiresistente erreger gelangen dann direkt über die gülle in die umwelt, genauso wie über die abwässer der schlachthöfe. die resistenzen gegen colistin (das reserve-antibiotikum) wurden ebenfalls in gewässern entdeckt. eine resistenz gegen die letzte rettung – einfach so in einem bach.
siehe auch: „immer mehr resistente keime im geflügel“

8 Gedanken zu „multiresistente keime sind in der umwelt angekommen

  1. Wen wunderts noch? Solange so lasch und rücksichtslos mit den Reserveantibiotika umgegangen wird, nur damit noch der letzte Cent Profit aus der ekelhaften Maschinerie der Massentierhaltung herausgepresst wird, werden die Zustände nur noch schlimmer werden. Und die Antibiotika gelangen über Rückstände in Billigfleisch und ChickenNuggets&Co. letztlich auch beim… ähhh.. ich meine im Konsumenten.

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  2. Die Menschheit bringt sich selbst zu Tode. Sie schafft das mit allem.

    Zu meinem Beginn in der Krankenpflege, 70er Jahre, waren multiresistente Keime noch nicht so in Erscheinung getreten. Man arbeitete sauber, Antibiotika wurden noch nicht so schnell und vor allem nur sehr selten prophylaktisch gegeben, im Gegensatz zu heute. Sicher wurde auch in der Nutztierhaltung die Antibiotikagabe nicht so bedenkenlos eingesetzt. Man hatte diese Massentierhaltungen auch noch nicht so häufig.

    Auch damals gab es schlimme Wunden, die nicht heilten und wo die Patienten wenigstens ein Jahr stationär an Spül- / Saugdrainagen hingen. Bis dann vielleicht doch amputiert werden mußte. Aber solche Patienten lagen dann auf einer eigens dafür ausgerichteten Abteilung, der „septischen Station“. Unsere faßte damals 20 Patienten, es waren wenig Erkrankte für so eine riesige Uniklinik. Heute kann man mit Patienten, die an einem multiresistenten Keim erkrankt sind, ganze Häuser füllen. Inzwischen gibt es einige Keime mehr, die resistent wurden, nicht mehr nur Staph. aureus.

    Mit Erscheinen des MRSA kam dann das Elend ins Krankenhaus. Ein entsetzlicher Keim, der das Gewebe fraß und man hatte nichts entgegenzusetzen.
    Teilweise wurden Stationen geschlossen, weil zu viele Fälle auftraten. Bei uns, dem Pflegepersonal und den Ärzten, wurden Nasen- und Rachenabstriche gemacht, da auch da der Keim nachgewiesen werden kann und man dann automatisch zum Überträger wurde.
    Neue Wundversorgungstechniken wurden entwickelt, neue Standards zur Hygiene und Desinfektion vorgelegt etc.
    Aber durch das ganze vermurkste Gesundheitssystem fehlte die Zeit, alles umzusetzen. Es war unmöglich mit über 40 Patienten und zwei Pflegekräften in der Schicht, nach jedem Handgriff beim Patienten, sich wenigstens drei Minuten die Hände zu desinfizieren. Also wird jetzt mit Einmalschürzen und Einmalhandschuhen gearbeitet, das Müllaufkommen ist gigantisch!

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  3. Dazu fällt mir ein, dass die WHO schon seit 20 Jahren predigt, die Antibiotika in der Tierhaltung als generell angewendetes Mittel zu verbieten. (Auch Süssstoffe als Mastmittel, ja, ihr habt richtig gelesen!) Nicht nur die Umwelt ist damit geplagt, sondern auch die Menschen, die das Fleisch essen (siehe oben bei Monika-Maria). Mehr und mehr Leute rennen mit multiresistenten Erregern herum und brauchen bei Krankheitsausbruch Antibiotika-„Cocktails“, die dann zu Nierenversagen führen können.

    Es ist seit Jahrhunderten bekannt, dass gleichartige Populationen, die eng zusammen wohnen, anfällig für Seuchen aller Art sind (auch Menschen). Das gleiche gilt für Monokulturen auf den Feldern = Mehr Schädlinge = Mehr Insektizide und Pestizide = Mehr immune Schädlinge = Mehr und stärkere Gifte = …
    Deshalb gehen mehr und mehr kleinere Bauern wieder zurück zur Multikultur, jedenfalls die vielfach verlachten Ökos. Irgendwo in der Lüneburger Heide, in der Nähe von Bergen, habe ich ein Feld gesehen, das gemischt bepflanzt war, und zwar mit Gerste und Roggen, wenn ich mich richtig erinnere. Das wuchs einfach durcheinander. Die Felder gehörten irgendeinem Landwirtschaftsforschungsinstitut. Wenn man die Sorten auseinanderhalten will, könnte man ja auch in Streifen pflanzen, selbst das sollte schon helfen und zwischendrin Streifen mit was ganz anderem, aber das würde dann ja wieder Handarbeit bedeuten und Landarbeiter, wie schrecklich, Weltuntergang …

    Die Dummheit der Menschheit ist kolossal … und jetzt höre ich auf, dir deinen Blog vollzulabern … 😉

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  4. Die Menschheit wird durch den massiven Fleischkonsum und tierlichen Produkten auch resistent gegen Antibiotika. Weil die Tiere in der Aufzucht ect, derart damit vollgestopft werden und wenn dann diese Leichenteile der armen Tiere „genossen“ werden wird automatisch das Medikament das sich im Tierkörper befindet gleich mit verspeist. Mahlzeit! Wohl bekomms!
    Segen!
    M.M.

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