pferde gehören in keinen karnevalszug

szenen, die erschüttern, entsetzen und verstören, wenn pferde hals über kopf zu boden sacken und hilflos mit den hufen strampeln, oder wenn pferde durchdrehen und panisch in die menge rennen.

gestern in köln: während des rosenmontagszugs gingen die pferde einer kutsche durch und rannten frontal in eine mit menschen besetzte lkw-tribüne. mindestens 5 personen wurden bei dem vorfall verletzt. die beiden pferde wurden von tierärzten untersucht.

rosenmontag 2017 in köln: eine 19 jahre alte stute kollabierte, sie wurde von einer not-tierärztin sediert und mit helfern in einen transporter gezogen.

rosenmontag 2017 in bonn: ein aufgeschrecktes pferd hinterliesst ein wahres schlacht-feld. jemand hatte ein pferd in einem gespann geschlagen und damit den den fluchtinstinkt ausgelöst. das gefährt raste daraufhin in den vor ihm fahrenden wagen, dessen pferde lösten sich aus ihrem geschirr und krachten daraufhin in am strassenrand geparkte autos. ein tier schlitterte über den bürgersteig und landete unter einem auto.

pferde haben beim karneval, vor fiakern und im zirkus nichts zu suchen. die tier-rechtsorganisation peta übt scharfe kritik und fordert die pferdenutzung bei künftigen karnevalsumzügen generell zu untersagen. die vorfälle zeigen auf tragische weise, dass pferde beim karneval nichts zu suchen haben. pferde sind fluchttiere und sehr schreckhaft. laute musik, fliegende süssigkeiten und menschenmassen setzen sie hohem stress aus. siehe auch: „das leid der fiakerpferde mitten in wien“

12 Gedanken zu „pferde gehören in keinen karnevalszug

  1. reiterhofbetreiberin andrea schnitzler verleiht regelmässig pferde für festtagsumzüge und unterstellt denjenigen, die sich jetzt aufregen, doppelmoral. sie sagt: „Dieser Aufriss ist doch Wahnsinn. Und wenn ein Mensch hinfällt, gehen viele einfach vorbei. Die Pferde haben doch gar keine Daseinsberechtigung mehr, wenn es heisst: Pferde raus aus dem Rosenmontagsumzug. Von den 500 Pferden in Köln hängen dann 450 im Kühlhaus.“

    tiere, mit denen geld verdient wird, haben ein recht auf einen gnadenhof im alter. alte und überforderte politiker bekommen schliesslich auch als aussenminister oder heimatminister ihr „gnadenbrot“, oder landen im abschiebebahnhof eu-parlament.

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    • Ja, Geno, das ist das wenigste, was wir den Tieren schuldig sind. Ein lebenswertes, glückliches Rentnerleben!
      Tiere haben immer eine Daseinsberechtigung, Frau Schnitzler! Wir machen doch die Tiere zu dem, was sie sind. Es ist unsere Pflicht, für sie zu sorgen! Es wird gezüchtet, was das Zeug hält, vor lauter Geldgier. Dann wird das Tier „benutzt“ und dann kommt der treue Freund kurzerhand in den Schlachthof und das nächste, junge Tier steht schon wieder im Stall. Pfui!

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  2. Es ist echt eine Sauerei, Pferde im Faschingsumzug gehen zu lassen! Tausende schreiende, etwas werfende und besoffene Menschen am Straßenrand, die oft keinerlei Respekt vor den Tieren haben. Das Gejammere ist erst dann groß, wenn ein Gespann ausbricht und in die Menschenmenge rennt. Habe auch vorher nie gesehen, daß Pferde im Fasching herhalten müssen. Ich kenne nur Ziegen, die ein Wägelchen ziehen und das ist auch schon blöd. Daß Tiere unter diesen Umständen kollabieren, ist nicht verwunderlich!

    Im Oktoberfestumzug in München werden oft Percheron-Pferde eingespannt. Eine riesengroße, kraftvolle Pferderasse. Wenn man neben ihnen steht, kommt man sich winzig vor. Sie haben eine mehrmonatige Schulung hinter sich, damit sie ihre Schreckhaftigkeit verlieren sollen. Besonders die ersten im Gespann müssen sehr ruhig und lärmerprobt sein. Letztes Jahr ist ein Brauerei-Pferd nach dem Umzug tot zusammengebrochen. Pferde gehen auf vielen Volksfestumzügen in Bayern, meist sehr schwere Kaltblüter. Natürlich sind sie auch in unserer „Landshuter Hochzeit“ dabei. Sie kommen meist von Privatleuten und Gutshöfen, wo sie nachweislich bestens gehalten werden und fast jedes Jahr gehen die gleichen Pferde. Bei den Volksfestumzügen ist es viel ruhiger, als bei den Faschingsumzügen Aber trotzdem gibt es immer wieder Leute, die betrunken auf die Tiere losgehen. Deshalb bin ich kein Freund von Pferdeaufmärschen in einer Riesenmenge unberechenbarer Menschen. Die armen Tiere stehen dabei extrem unter Streß!
    Kurz nach dem Oktoberfest fuhr ich in München-Schwabing auf der Leopoldstraße. Plötzlich hatte ich vor mir ein Brauereigespann. Ich weiß nicht, warum es dort fuhr. Die Straße ist anfangs fünf- bis sechsspurig. Als ich neben den Pferden fuhr, kam ich mir sehr klein vor und ich dachte, daß mir einer der riesigen, beschlagenen Hufe wahrscheinlich das Autodach eintreten könnte. Ich habe Mordsrespekt vor diesen Tieren, liebe sie aber sehr. Sie gingen dort so ruhig, hatten auch Scheuklappen und waren wunderschön aufgezäumt. Aber so schön sie auch anzusehen waren, sie sind auf der Weide besser aufgehoben. Die heutige Rücksichtslosigkeit und das Gehupe auf den Straßen, sind für Pferde nichts mehr. Laßt sie daheim in Ruhe und Frieden auf schönen Weiden, wo sie auch hingehören!

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