wort zum sonntag: nichtstun?

Wenn die Guten nichts tun, gehört die Welt den Bösen.

Es ist für uns alltäglich geworden: Bilder von in Syrien ermordeten oder im Mittelmeer ertrunkenen Kindern, Aufmärsche von Rechtspopulisten, Billigkleidung aus den Händen unterbezahlter Näherinnen. Oft spüren wir den Wunsch, einfach nicht hinzuschauen, abzuschalten. Wir tragen dieses betretene Gefühl mit uns herum, und tun oft … nichts. Weil wir glauben, die Diskussionen lohnen doch nicht. Aber auch weil wir wissen, dass wir anecken und als Weltverbesserer verunglimpft werden. Wer kritisiert und sich engagiert, gilt schnell als naiv.
Es gibt viele Stimmen, die uns erklären, warum das Gute nicht getan werden kann – auch in unserem Kopf. Die Philosophin Hilal Sezgin widerspricht ihnen und zeigt, warum es sich lohnt, Haltung zu zeigen – für eine tolerante, demokratische, gerechtere Gesellschaft und für uns selbst. Sie plädiert für eine Ethik, in der nicht Rechthaben, Konkurrenz und Verzicht im Vordergrund stehen, sondern gemeinsames Handeln für eine bessere Welt. Kurz: Sie macht dem Leser Mut zur eigenen Courage. dumont-buchverlag

4 Gedanken zu „wort zum sonntag: nichtstun?

  1. es ist an der Zeit, dass wir unseren Mund aufmachen … nicht mehr alles einfach vorbeirauschen zu lassen. Das ist die Aufgabe jedes Einzelnen. Jeder Mensch hat da unterschiedliche Berührungspunkte, die schmerzen.

    Jedoch muss ich warnen: Jeder, der seine Aufgabe sieht, den Schläfern etwas mitzuteilen, sollte genau hinschauen in welcher ENERGIE der Sagende sich aufhält.

    Raus aus der Angriff – und Abwehrenergie.
    Hinein in die obere Position von uns selber und dann sprechen, das berührt die Menschen in der Inneren Wahrheit.
    Sobald ich ausschließlich auf die SCHLACHTER, die fleischessenden Menschen, die Jäger, die Tierversucher meckere und schimpfe, wird immer mehr negative Energie aufgewirbelt und das Töten und Morden geht weiter……………………….logische Folge, wer etwas von Physik versteht.
    Wichtig ist natürlich das Hinschauen zu sich und achtsam sein, welche Gefühle und Gedanken uns noch einengen und diese FREISCHALTEN! Es ist an der Zeit!

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  2. So geht`s halt, wenn der Klügere immer nachgibt. Das ist richtig, wenn es um Nichtigkeiten geht, für die man nun wirklich keine Energie verschwenden muss. Ich widerspreche, seit ich sprechen kann. Allerdings war ich auch bereit, die Konsequenzen zu tragen. Zu Hause, in der Schule, im Leben. Bewusst, ohne zu jammern. Das gehört nun mal dazu. Mein Leben ist vielleicht gerade dadurch aufregend, inspirierend und voller Liebe für Viele und Vieles. Nicht bequem, aber schön.
    Und was ist so schlimm daran, naiv genannt zu werden? Drauf kann man auch stolz sein. Es bedeutet im besten Sinne kindlich und für mich damit klare Sicht ohne wenn und weil, ohne Einschränkung durch künstliche „Notwendigkeiten“. Das Kind fragt nach dem Warum, dem Sinn, dem Nutzen. Denn genau betrachtet geht fast alles auch ganz anders, besonders das Denken. Für mich sind Kinder, bevor sie im System verbaut werden, eh die besseren Menschen. Wenn meine Kinder gefragt haben, dachte ich darüber nach. Ja, warum eigentlich? Schien es mir dann nicht mehr sinnvoll, habe ich es gelassen, verändert. Oder es begründet und damit auch mir selbst bezeugt, dass es richtig ist. Besser naiv als strunzdumm und weiter Unsinn reproduzierend.
    Alle sollten öfter nach dem Warum fragen, Gedanken einfach umgekehrt denken. Denn alles, was von Menschen gemacht ist, kann von anderen Menschen genau so gut anders, rückgängig gemacht werden. Mit dem Wissen eines Lebens ist eine bessere Welt möglich.
    Ich weiß, ich wiederhole mich oft. Aber anscheinend ist es nötig, damit die Scheuklappen fallen. Und deshalb tue ich es wieder und wieder und wieder.

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  3. Alle Wesen scheu’n Bedrückung, bangen vor des Todes Nöten.
    Gleich wie du ist jedes Wesen!
    Töte nicht und laß nicht töten!

    Alle Wesen scheu’n Bedrückung, alle um das Leben beten.
    Gleich wie du ist auch der and’re!
    Töte nicht und laß nicht töten!
    (Buddha)

    Hinschauen, auch wenn es einem nicht gefällt! Etwas tun, auch wenn’s nur eine Kleinigkeit ist. Still halten und den bequemen Weg gehen, ist der größte Fehler. Mir wurde oft gesagt: „Das Leid (der Tiere) ist so viel und so groß. Es ändert doch nichts, wenn du einen einzigen Hund da rausholst.“ Wenn alle sagen, es lohnt nicht, wird es nie besser. Außerdem sind wir doch viele, z.B. im Tierschutz, nur so geht es, wenn alle zusammenhelfen. In jedem anderen Bereich der Hilfe ist es genauso! Viele Hände machen viele kleine gute Taten, daraus wird ein großes, gutes Ganzes😊
    Natürlich ist die Praxis der drei Affen bequemer, aber damit geht alles zugrunde!
    Bei mir im Umkreis gibt es viele Menschen, die das Unangenehme beiseite schieben. Man spricht bei denen weder über Tod noch Krankheit. Sie belügen sich selbst, indem sie wie der Vogel Strauß, den Kopf in den Sand stecken und denken: wenn ich es nicht sehe, gibt es das Schlimme auch nicht.

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