respekt vor farben!

wer farben nicht respektiert denkt nur in schwarz-weiss!
der „halbdackel“ jens meier von der afd nennt noah becker einen „halbneger“?für h&m mode sind kleine farbige „coole affen im dschungel“?zu viel (nicht)rassistische kinderbücher (z.b. „tim im kongo“) gelesen?

18 Gedanken zu „respekt vor farben!

  1. Es ist doch die Sache von Noah Becker, ob er gegen den AfD-Mann Anzeige erstattet. Nur glaube auch ich nicht, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete das nicht rassistisch meinte. Aber das ist meine persönliche Einschätzung.

    Die H&M Werbung die ich bisher nicht kannte, finde ich zumindest unglücklich.

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  2. eine interessante, aber auch verblüffende diskussion.
    waren die werbefotos rassistisch? sicherlich waren sie undurchdacht. wann wollen wir endlich anfangen, hautfarben von menschen nicht mehr zu beachten? warum teilen wir die menschen noch immer in schwarz und weiss? ein mensch definiert sich doch durch sein verhalten und seine worte, nicht durch seine hautfarbe.

    der „halbdackel“ von der afd ist aber ein rassist, wie viele mitglieder und wähler der afd!

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  3. In der direkten Ansprache finde ich es auch unmöglich. Das ist ja auch offen und öffentlich abwertend gemeint. Würde ich so auch nicht hinnehmen.
    Im privaten Rahmen spreche ich Menschen direkt an, nicht immer ganz freundlich, aber ich würde sie nicht anzeigen. Erscheint mir nicht angemessen. ich erinner mich an einen Einkauf, bei dem eine meiner Adoptivtöchter – aus Sri Lanka – im Wagen saß und ein älteres Kind sagte, nachdem die Mutter mit dem Finger auf uns gezeigt hatte : „Guck mal Mama, das Kind ist ja ganz schwarz.“ Die Mutter lachte dazu. Ich sagte dann zu meiner verschüchterten Tochter. „Guck mal Ch., das Kind kann noch nicht mal schwarz von braun unterscheiden.“ Fall erledigt, meinem Kind ging es besser.
    Was die Anzeige von H&M betrifft, konnte ich die Aufregung auch nicht so recht verstehen. Coolest monkey in the jungle ist einfach eine Bezeichnung für ein pfiffiges Kind und hat mit Hautfarbe gar nichts zu tun. Deshalb hab ich die Schnappatmung gar nicht begreifen können. Das Kind ist mir eben gar nicht als dunkelhäutig aufgefallen, sondern nur als Junge. Deshalb habe ich den Bezug nicht hergestellt. Vielleicht liegt das Problem oft in der Betrachtungsweise, die Menschen nicht in erster Linie als Mensch sieht, sondern sich auf äußerliche Merkmale und Unterschiede konzentriert.

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  4. In meiner Kindheit (schon viele Jahre her) war das Wort Neger wirklich gebräuchlich, das Lied von den 10 kleinen Negerlein wurde gesungen und die Negerküsse mit Appetit verspeist und die Mohrenköpfe gleich hinterher.
    Wer aber heutzutage noch nicht mitbekommen hat, dass „Neger“ von den Schwarzen als ein von den überwiegend weißen und lange Jahre als Herrenrasse aufgetretenen Europäern benutzten Wort als Schimpfwort und als sehr verunglimpfend, also abwertend, empfunden wird, hat wohl was verpasst oder verpennt. Vornehm heißt das u. a. political correctness.
    Es kommt nicht darauf an, was ich unter dem Wort verstehe, sondern wie es der Angesprochene empfindet. Vielleicht ist von manchen Menschen „Arschloch“ ein liebenswertes Kompliment – kann liebevoll ausgesprochen in manchen Situationen vielleicht sogar der Fall sein – aber wenn ich das als Politiker oder als normal denkender Mensch zu einem anderen sage, wird dieser nicht hinterfragen, wie ich das meine, sondern wird sich beleidigt fühlen.
    Vielleicht den Denkansatz mal ändern? Für all die, die das als so vollkommen harmlos ansehen.

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    • Es verbietet der Anstand, fremde Menschen mit „Arschloch“ zu betiteln.
      Dunkelhäutige Kollegen, mit denen wir über das Wort „Neger“ sprachen, fühlten sich nicht dadurch beleidigt. Jedoch das Wort „Nigger“ stellt eine große Beleidigung dar.
      Ich glaube auch, daß wesentlich weniger „Betroffene“ sich darüber Gedanken machen, als wir meinen. Da muß ich nicht meinen Denkansatz ändern, da bleib ich dabei. Wir sind inzwischen überall schon sehr dünnhäutig in dieser Beziehung! Natürlich war es sehr verkehrt von Meier, diese Aussage zu tun. Aber wir lauern schon direkt darauf, daß irgendwo irgendjemand etwas verlauten lassen könnte, das man sofort auf Rassismus beziehen kann. Wir wollen doch alle keine Rassisten sein und deshalb schreien wir besonders laut, wenn irgendwas danach riechen könnte. So steht man dann selbst mit besonders weißer Weste da, je nachdem wie laut man sich echauffiert hat. Ich sehe inzwischen das Wort „Neger“ in dieser Zeit ebenfalls nicht mehr als so harmlos an, wie in meiner Kindheit, weil jetzt so viele Wörter als diskriminierend gelten. Jahrelang hat sich niemand das Wort Zigeunersauce zu Herzen genommen. Jetzt soll es nicht mehr verwendet werden, dabei ist das Wort „Zigan“ kein Schimpfwort und die wenigsten Sinti oder Roma werden sich beleidigt fühlen. Darf ich noch „Autobahn“ sagen? Wir wissen, unter wessen Anweisung sie gebaut wurden. Ich denke, wir deutschen „Antirassisten“ haben bestimmte Wörter erst zu Beleidigungen für die Betroffenen gemacht. Es liegt in der Mentalität der Deutschen, alles zu zerpflücken, wir sagen: lieber Zigan, wir haben eine Zigeunersauce, du weißt schon, daß euch das beleidigt?
      Warum sehen wir uns nicht die Wortstämme bestimmter Ausdrücke an, meist kommend aus dem Lateinischen oder Griechischen. Wir setzen fest: das Wort ist diskriminierend, dabei wurde es von altersher gebraucht und vielleicht durch Zufügung einer Silbe oder Weglassen derselben im Laufe der Jahre eingedeutscht. Das Wort wurde vielleicht früher von den Betroffenen gar nicht als verletzend wahrgenommen.
      Wir Deutschen sind päpstlicher als der Papst und hoffentlich bricht uns diese schleimerische Korrektheit nicht mal den Hals. Das liebe ich an der Mentaltät der Südländer, sie suchen nicht verkrampft nach Problemen und man muß sich nicht ständig ein schlechtes Gewissen machen. Ui, jetzt war ich wieder unkorrekt, sorry!

      Danke, Geno, daß du dieses Thema aufgegriffen hast!

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      • Wenn ich sehe, wie in meiner wirklich ganz unmittelbaren Umgebung auf die Asylbewerber, die Flüchtlinge, die Ausländer ganz allgemein und die „klauenden Polen“ verallgemeinernd geschimpft wird und ihnen alles Unangenehme in unserem Wohngebiet in die Schuhe geschoben wird, dann frage ich mich schon manchmal, wie ausländerfeindlich können denn manche Leute noch werden. – Was über die bettelnden „Zigeuner“ geschimpft wird, ist jenseits von Gut und Böse.
        Und das bezieht sich jetzt nicht nur auf Schwarze, Syrer, Sinti oder Roma, sondern ist ganz allgemein zu verstehen.
        Wäre ich der Sohn von Barbara und Boris Becker, hätte ich den Mann von der AfD auch verklagt, denn dieser hat es garantiert nicht harmlos und sinnfrei gemeint.

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        • Ja, das sehe ich auch so, der afd-Meier hat es nicht harmlos gemeint.
          Sicher darf man nichts verallgemeinern. Hier wie dort gibt es Gut und Böse.
          Es ist auch verkehrt über „bettelnde Zigeuner“ zu schimpfen. Meist sind es doch nur arme Leute, die von einem „Chef“ morgens verteilt und abends wieder eingesammelt werden. Sie haben wohl am wenigsten von dem Erbettelten. Sicher werde ich auch im Innersten wütend, wenn ich so einen Menschen mit einem Kleinkind auf der Straße hocken sehe, das Kind wundersam ruhiggestellt durch Medikamente oder sie sitzen da mit Hundewelpen, die meist auch noch krank sind. Aber dann muß man halt denken, das sind die untersten am Verdienstleiterchen und werden hier rüber gekarrt, vielleicht sind diese kleinen Leute auch nicht glücklich drüber.
          Es wäre schön, in allem ein Mittelmaß zu finden. Weder das rechtslastige Verallgemeinernde, noch das übertriebene Gutmenschen-Getue werden aus dieser Welt eine Bessere machen.
          Unser Dalai Lama sagt: „Ich glaube, dass die einzig wahre Religion darin besteht, ein gutes Herz zu haben“.

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          • Ich habe leider das Gefühl, dass der Rassismus allgemein zunimmt, gegen alles, was nicht-deutsch ist. Und eine noch viel größere Befürchtung ist, dass die jetzigen Ausländer und Asylbewerber in etwa die Rolle spielen, die im dritten Reich den Juden zugewiesen wurde: „Sie sind an allem schuld“.
            Ich habe mal drei Zeitungsausschnitte aus einer ganz neuen Tagezeitung kopiert und will sie zeigen:

            Die Frau ist seit Jahren in Deutschland und beide Kinder sind hier geboren.

            oder auch noch das:

            Stärker kann man doch kaum noch Menschen ausgrenzen, egal, wie man sie bezeichnet.

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  5. Das mit der h&m Werbung finde ich auch etwas übertrieben, selbst ich nenne mein Kind kleines äffchen, sie ist halb indisch, bin ich deshalb rassistisch? Oder Freunde nennen sie mogli aus dem Dschungel weil sie in Indien geboren wurde. Man kann sich natürlich auch darüber aufregen, es kommt aber immer darauf an wie man die Sache sieht und damit umgeht.

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  6. Meier’s Aussage „Halbneger“ wird in der heutigen Zeit als ziemlich anrüchig betrachtet. Ich weiß aber noch, daß in meiner Kinderzeit dieses Wort nicht beleidigend war. Es beschrieb halt einfach nur. In meiner Familie galt es nicht als Beschimpfung, es war einfach nur ein Wort wie Halbamerikaner oder Halbitaliener. Mein Mann ist Halbungar, wir haben uns nie was dabei gedacht. Ich verstehe immer noch nicht ganz, warum das Wort „Neger“ so anrüchig ist, negro, negroid, es heißt schwarz. Ich bin weiß und habe mich noch nie darüber aufgeregt und wäre auch genauso gerne gelb oder rot oder braun oder wenn’s sein muß, grün.

    Von h&m war diese Werbung sehr unbedacht gewählt! Sie haben sich damit ins eigene Knie geschossen. Ich glaube nicht, daß es Absicht war. Die wollen doch Kohle verdienen und sich nicht unbeliebt machen. Oder vielleicht war es doch auch wieder ein fraglicher Schachzug, damit sie im Gespräch bleiben. Ich glaube, mir wäre es gar nicht aufgefallen, wenn kein Hype daraus gemacht worden wär‘. Ich sehe primär nur ein Kind mit grünem Shirt, was da draufsteht, hab ich nicht so gecheckt. Wenn draufgestanden wäre „Elisabeth ist die dümmste Nuß vom Dorf“ hätte ich es auch nicht gleich gemerkt.

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  7. Meine Herren, man kann aus jedem Furz heute ein Drama machen. Siehe H&M Werbung… Würde ein weißes Kind in dem Shirt stecken, was dann?? NICHTS! Niemand würde sich aufregen, weil es einfach ein Kindershirt ist! Vielleicht sollten sie einfach gar keine Werbung mehr mit Farbigen machen?? Ach nee, wäre ja auch wieder rassistisch!… So ein dämliches Gelaber dauernd…

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