politik und wirtschaft radikal neu denken

nur ein bedingungsloses grundeinkommen, gemeingüter und eine strikte finanzregulierung sind sozial gerecht und ökonomisch vernünftig. wählen wir diesmal das bedingungslose grundeinkommen, bevor es zu spät ist und es in unserer gesellschaft knallt!
die beliebtheit von kanzlerin merkel hängt mit der blödheit ihrer bewunderer zusammen! eine winzige globale finanzelite produziert gigantische blasen illusionären reichtums und die regierung schaut tatenlos zu. es ist ein skandal, dass die duckmäuser der politik sich nicht gegen das diktat der finanzmärkte und konzerne durchsetzen können. 40 % der beschäftigten verdienen heute weniger als vor 20 jahren. 10 % der beschäftigten können heute nicht richtig lesen oder schreiben. durch die digitalisierung und industrie 4.0 werden in naher zukunft die hälfte der beschäftigten ihren arbeitsplatz verlieren. wir müssen wirtschaft und politik radikal neu denken. unsere unregulierte wirtschaftsordnung, aber auch unsere politische landschaft sind völlig aus dem lot geraten. immer mehr menschen schuften nur noch für den staat und fühlen sich benachteiligt.

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12 Gedanken zu „politik und wirtschaft radikal neu denken

  1. Bemühe mal wieder das Tagebuch von Sophia und hoffe, es nervt noch nicht. Aber da sich meine persönlichen Gedanken weitgehend mit denen des jungen Mädchens decken, setze ich das hier ein:

    Arbeitsmarkt

    Renten zu teuer – deshalb werden Geburten subventioniert. Wo liegt da die Logik? Werden mehr Kinder geboren, gibt es nach ein paar Jahrzehnten noch mehr Rentner. Wer zahlt dann für die – noch mehr Kinder? Und was ist mit der Überbevölkerung? Sorgt doch lieber dafür, dass die Jungen heute anständig verdienen. Dann kommt auch mehr Geld in die Rentenkassen. Wer 40 Stunden pro Woche arbeitet, der sollte von seinem Lohn auch seinen Lebensunterhalt bestreiten können. Gute Arbeit – guter Lohn. Aber nein – stattdessen werden die Arbeitgeber aus Steuergeldern subventioniert – werden deren Gewinne aus den Abzügen aller Arbeitnehmer gesteigert – wird ihnen politisch gestattet, schlechte Zeitverträge abzuschließen – werden Kündigungen erleichtert – wird schlecht bezahlte Leiharbeit im Übermaß genehmigt – werden langfristige Praktika zum Nulltarif erlaubt. Das zieht sich durch alle Schichten.
    Es ist unwürdig und beschädigt auf Dauer das Selbstwertgefühl von Arbeitnehmern und deren Familien und sorgt – genau wie bei arbeitslosen Menschen – für Demotivation und Depression. Auf solchen unsicheren Zukunftsaussichten kann man doch keine Familie aufbauen und sollte man auch nicht.
    Den Konzernen muss ohne Hintertürchen verboten werden, Menschen für Lohn unter Wert zu beschäftigen. Von selbst werden und können sie gar nicht damit aufhören. Das Ziel eines Unternehmens ist naturgemäß, Gewinn zu erzielen – höchstes Ziel ist Gewinnmaximierung. Das wird so lange mit allen von der Politik zur Verfügung gestellten Mitteln ausgeschöpft, bis die Möglichkeiten gekappt werden. Nötigung und Erpressungsversuche durch Drohungen, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern oder zu reduzieren, darf man sich nicht beugen – muss man auch nicht, weil unlogisch.
    Übermäßige Arbeitsplätze im europäischen Ausland sind nur kurzfristig sinnvoll, weil Löhne sich angleichen werden – dann kommen die Firmen schon wieder zurück – es sei denn, man reißt die südlichen Eurostaaten mit Absicht weiter runter. Die Maßnahmen in weit entfernten Ländern sind mit hohen Investitionen verbunden und/oder ethisch nicht vertretbar. Außerdem, wer bereits entschieden und keinerlei Skrupel hat, z. B. Näherinnen in Südostasien zu Hungerlöhnen und in maroden Gebäuden zu beschäftigen, kann eh nur durch Kaufboykott davon abgehalten werden.
    Das funktioniert am besten, wenn Menschen genug verdienen, um nicht auf extreme Billigangebote angewiesen zu sein – außerdem durch gezielte, umfassende Aufdeckung und Information. Die Androhung von Arbeitsplatzabbau ist einfach Quatsch – schließlich wollen die Betriebe möglichst große Stückzahlen verkaufen – die müssen produziert, deren Verkauf muss verwaltet werden – man braucht also ausreichend Arbeitnehmer.
    Kein Betrieb wird sich verkleinern oder schließen, nur weil er statt 20.000.000 Reingewinn nur noch 17.000.000 macht – sind immer noch 17 Millionen mehr als Null. Außerdem haben sie ihre Sparstrümpfe lange genug auffüllen können – siehe Zuwächse in Reichtumsbericht – keiner geht da einfach auf Null – ist doch logisch. Mehr Verdienst – mehr Konsum – höhere Nachfrage – höhere Produktion – immer noch genug Gewinn. Die Konzerne werden sich an die Veränderungen gewöhnen, wenn sie nicht zu verhindern sind, so wie sie es immer getan haben. Jedes Kind nölt nur solange rum, bis es merkt, dass die Sache aussichtslos ist. Auch Konzerne bestehen letzten Endes nur aus Menschen, die sich anpassen können – aus sozial verbauten zwar, aber doch aus Menschen.
    Fliegt mich gerade an – wo ist eigentlich das ganze Geld geblieben, das all die Jahre eingezahlt wurde, als es gute Löhne, weniger Rentner und kaum Arbeitslosigkeit gab? Ist doch nicht alles für Rentenzahlungen draufgegangen! Also hat der Staat schlecht gewirtschaftet mit dem Geld. War aber doch das Geld, das die Arbeiter – zwangsweise – zurückgelegt haben für die Rente, also ihr eigenes. Wer haftet für den Schaden? Mal wieder niemand. Hätten sie´s besser behalten und unter die Matratze gelegt oder für ein Häuschen gespart – das gehörte ihnen jetzt wenigstens. Bitte um Aufklärung!

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      • Ja, sie sind aus meinem E-Book „Vorbilder? Fehlanzeige“, in dem Sophia die Schule abbricht – auch hier die Gründe recht interessant -, von zu Hause weggeht, um einen Weg für sich zu finden, der nicht verlogen ist, eine Weile auf einem Campingplatz lebt, interessante Begegnungen macht und dann in einer kleinen Wohnung eines Freundes lebt, tagsüber als Bedienung arbeitet und nachts in ihrem Tagebuch ihre Gedanken sammelt und versucht, alles anders zu denken. Sie stellt dann auch noch in einer Liste diejenigen Berufe gegeneinander, die sie für verzichtbar hält und jene, die eine Gesellschaft braucht. Sophia ist übrigens davon überzeugt, dass Wissen das Wichtigste ist, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen – nur fand sie dieses Wissen nicht in der Schule. Im Gegenteil, ihr Geist und freie Gedanken wurden so lange unterdrückt, bis sie floh. Eine Beziehung, die sie einengte/manipulierte, hat sie ebenfalls konsequent beendet.
        Ihre Kritik ist hart und kompromisslos, so wie es bei Jugendlichen nun mal ist, wenn sie sehen, was alles schiefläuft und sie die Lügen erkennen.
        Im Grunde ist es ein Jugendbuch für Erwachsene, die wirklich wissen wollen, was in der Jugend vorgeht und die Ursachen erkennen wollen und für Jugendliche, die ihren Weg suchen.
        Über allem steht mein Satz: Wissen ist Macht – Nichtwissen ist die Macht der anderen. Das wird auch zur Genüge aufgezeigt.
        Alle sagen stets: Was ist nur mit der Jugend, was mit unserer Gesellschaft los? Darauf gibt es natürlich nicht nur eine Antwort, weil es nicht den Jugendlichen als Modell gibt. Aber wirklich wissen, sich den Wurzeln vieler Entwicklungen stellen und die eigenen Anteile sehen, wollen die Wenigsten. Aber manchen, die zu selbstkritischem Hinterfragen bereit sind, kann es die Augen öffnen.
        Auf meiner Seite gibt es auch eine Leseprobe, die man über das Menue findet. Das ist aber nur ein Bruchteil aller Aspekte dieses Buches.

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          • Nein, ich kannte zu jenem Zeitpunkt nur amazon. und war dankbar für die Möglichkeit, E-Books zu fairen Preisen ohne Zwangspreis (vorher bei BOD auf meine Kosten – Mindestpreis 20,95€, um überhaupt 70 Cent Tantiemen und irgendwann meine 450,- € Kosten zu erwirtschaften) anzubieten, die sich jeder leisten kann.
            Ich kenne die Problematik und deshalb kauf ich selbst vorwiegend im Buchladen, wobei ich die Rezensionen von Amazon aber durchaus nutze. Es ist ein ständiges Abwägen von Für und Wider.

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              • Mir geht es aber darum. Nämlich auch Menschen, die Amazon aus gutem Grund boykottieren, meine Worte zur Verfügung zu stellen. Ich will niemanden in einen Gewissenskonflikt drängen. So wie ich nestle boykottiere, auch wenn mal jemand aus der Familie Lust auf einen von deren Schokoriegeln hat. Von daher akzeptiere ich das voll und ganz. Umso mehr weiß ich zu schätzen, dass du diese Ausnahme machen willst. Danke dafür.

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              • Danke für den Buch-Tipp.
                Nicht mein Leben, aber schon meine Einstellungen spiegelt der Inhalt wider. Erfahrungen sind ja auch Ereignisse, die anderen widerfahren, wenn man mitfühlt. Ich hatte Glück in der Schule, verfügte wohl genau über das richtige Maß an Frechheit, Witz und Mitarbeit, das Lehrer an Mädchen mögen und bei Jungen bestrafen. das ist mir früh als äußerst ungerecht aufgefallen. Ich bin auch nie ausgerissen, habe normal Abi gemacht und studiert. Lehrerbeurteilungen stammen aus meiner Schulzeit, der meiner Kinder und Freunde. Meine Überzeugungen habe ich gewissermaßen auf die Härte und Kompromisslosigkeit einer Jugendlichen übertragen, an die ich mich noch sehr gut erinnere und deren Zorn ich zuweilen auch noch in mir trage. Die Gespräche des Zeltlagers resultieren aus vielen Gesprächen mit Jugendlichen, meinen Kindern, Freunden meiner Kinder und ehemaligen Schülern. Mein Haus stand immer allen offen, besonders den Problem beladenen, manche haben über Monate bei uns gewohnt. Da bekommt man schon mit, wie es der Jugend wirklich geht und mit welchen Verletzungen und Zweifeln sie sich plagen. Und geradezu fatal fand ich den Entschluss so vieler Enttäuschter, sich dem Lernen zu verweigern, weil sie dadurch ihre Abhängigkeit noch vergrößern. Deshalb versuche ich unentwegt davon zu überzeugen, wie wichtig Wissen und eigenständiges Denken ist.

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