wie die lebensmittelindustrie die armen verführt

geschäfte auf kosten der ärmsten: dieser beitrag und der film bestätigen mich wieder in meiner entscheidung, lebensmittelmultis wie nestlè, unilever, coca cola und all die anderen skrupellosen gierkonzerne zu boykottieren. es ist zum kotzen!

Globale Dickmacher – Die Menschheit wird immer dicker. Fast ein Zehntel der Weltbevölkerung gilt heute als übergewichtig. Der Hauptgrund: Industriell gefertigte Lebensmittel erobern die Welt.

Ein riesiges Geschäft für die multinationalen Lebensmittelkonzerne, vor allem in den Wachstumsmärkten der Schwellen- und Entwicklungsländer. Kekse, Cola und Fertigprodukte mit viel Zucker, Salz oder Geschmacksverstärkern ersetzen vielerorts traditionelles Essen.
Davor warnt Prof. Dr. Carlos Monteiro. Der Brasilianer ist Berater der Weltgesundheit-sorganisation, Ernährungswissenschaftler und Kinderarzt. Er forscht schon lange zu den Zusammenhängen zwischen Armut und Übergewicht. Gesellschaften, die früher an Mangelernährung und Untergewicht litten, bekommen nun Probleme mit Zivilisations-krankheiten. Bei einer Bevölkerung von 200 Millionen haben in Brasilien rund 40 Millionen Menschen Übergewicht, und 14 Millionen leiden an ernährungsbedingtem Diabetes.

Auch Kenia mit der stärksten Volkswirtschaft Ostafrikas haben die Lebensmittelmultis als lukrativen Markt ausgemacht – Ernährungswissenschaftler Clifford Gikunda beobachtet, wie Konzerne ihre Produkte immer mehr in günstigen Kleinstpackungen verkaufen, damit sie auch die Ärmsten als Kunden für sich gewinnen können. Viele Kenianer halten Nahrungsmittel, die aus dem Westen kommen, für gesünder als ihr traditionelles Essen, ersetzen Maisbrei und Gemüse durch Nudeln oder Toastbrot.

Damit die Menschen wieder mehr frische Lebensmittel konsumieren, hat der Deutsch-Brasilianer Hans Dieter Temp in São Paolo die Idee entwickelt, urbane Gemüsegärten in Favelas, den Armenvierteln, anzulegen. Er versucht alte Anbautraditionen aufleben zu lassen und die Menschen an ihr lokales kulinarisches Erbe zu erinnern. Denn oft waren die Vorfahren der Slumbewohner Bauern auf dem Land.

Am Beispiel von Brasilien und Kenia wirft die ZDF-Umweltreihe „planet e.“ einen Blick auf die Ernährungssituation von Millionen Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Der Film zeigt, wie multinationale Lebensmittelkonzerne die Armen gezielt als Kunden gewinnen wollen, mit welchen Strategien die Firmen arbeiten und wie engagierte Menschen für gesundes und traditionelles Essen kämpfen. quelle: zdf.de

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