das kakerlaken glotzen ist vorbei

die deutschen zuschauer wählten „america first!“ ein amerikanischer stripper und trump-wähler ist der dschungelkönig 2017, vor einer tv-maklerin mit berührungs- angst und zwangsstörungen und einem high-class botox-beau. 😉

alle die tiere, die nicht geschlachtet oder lebendig gegessen wurden, durften noch in den zahlreichen dschungelprüfungen auftreten (wo sie noch etwas gequält wurden), bevor sie endgültig „entsorgt“ werden. 😦

Warum das „Dschungelcamp“ das Fernsehen ist, das wir verdienen:
Eine ganze Nation wärmt sich am Fernsehlagerfeuer, wenn RTL „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ präsentiert. Die Sendung ist Reality-TV und echtes Meta-Fernsehen. Dass es sich um einen harmlosen Spaß ohne Folgen handelt, ist allerdings ein gefährlicher Irrtum, meint ROLLING-STONE-Autor Marc Vetter.
Das Dschungelcamp ist Reality-TV in Anführungszeichen: Ein Kandidatenkreis (von der Sorte „einmal bekannt gewesen“, „leidlich bekannt“ und „eigentlich nur einem Kreis von Hardcorefernsehzuschauern bekannt“) wird aus dem Alltag eines Lebens gerissen, das irgendwann aus den Fugen geraten sein muss – jedenfalls fehlt jetzt das Geld für was auch immer, so dass zwei Wochen im Busch als für die versprochenen Moneten locker zu nehmende Hürde erscheinen. Die Aufgabe lautet: Ungeschminkt und wohl auch vom Wunsch besessen, sich mit allen Mitteln beim Publikum anzubiedern, allerhand Ekelprüfungen zu bestehen, wovon die größte wohl sein mag, mit einem Haufen von absolut Gleichgesinnten vierzehn Tage auf engstem Raum dahinvegetieren zu müssen.
Anscheinend ist das Veralbern der offensichtlichen menschlichen Untiefen inzwischen das mehrheitsfähigste Element der (Fernseh-)Komik geworden. Es wird nicht über die Schwächen anderer Menschen gelacht, sondern über ihr Scheitern und ihre generelle Deplatziertheit in einem System, das der Berühmtheit um ihrer Selbstwillen huldigt.
(anus, vagina und hoden vom stier,   😦  sind wie penis und augen vom toten tier) 
Hier spiegeln die Kandidaten ihren eigenen Status als Medienkretins, hier spiegeln sich die Gastgeber lustvoll als Knallchargen eines im Reich des Sinn- und Würdelosen angekommenen Privatfernsehsenders – und letztlich spiegeln sich die Zuschauer auch selbst, wenn ihnen auf schmerzhaft symbolische Weise klar gemacht wird, dass eigentlich sie es sind, die genüsslich in eine Kakerlake beißen, wenn sie sich diesen Bildern aussetzen. mehr hierzu/originalbeitrag

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