weidehaltung auf der autobahn und blutrünstige pflanzenfresser

ursprünglich veröffentlicht auf der artgenosse: „Diese Gutmenschen-Veganer sind so! was! von! doof! Ja, man kann es nicht oft genug sagen -auch um es sich selbst immer wieder zu versichern. Die ernähren sich ausschließlich von Unmengen Regenwald-Soja und Sklavenkinder-Ausbeutungs-Bananen die in fünf Schichten Alufolie verpackt einzeln mit dem tropenholzbefeuerten Dampflugzeug dreimal um die Welt gekarrt werden damit sie diese dann bei laufendem Motor ihrer Geländewagen im Biomarkt hamstern können um sich dabei in ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit zu sonnen.
veganes fleisch
Dabei ist es viel umweltfreundlicher leckere überfahrene Igel von der Autobahn zu kratzen. Aber in ihrem religiösen Schwarz-Weiß-Denken blenden diese Naivlinge solche Tatsachen natürlich aus damit sie sich einreden können wie toll ihr Veganismus ist. Immer dran denken: Veganer wollen nichts für Tiere tun, für die Umwelt, für andere Menschen oder so. Sie wollen nur moralisch überlegen WIRKEN. Das sagen sie zwar nie aber so was weiß man ja. Man selbst käme ja auch nicht auf die Idee irgendwas selbstloses zu tun. Also kann das bei anderen ja auch nicht der Fall sein.
Und dann kritisieren diese ultradogmatischen Veganistiker allen Ernstes umweltbewusste Menschen die ausschließlich bewusst (wichtig: das „BEWUSST“ immer betonen) Brot mit Igelaufstrich oder lokale Bio-Rinder verspeisen die bewusst nur mit viel Liebe und höchstens gelegentlich mal ein bisschen regionaler Käptn-Iglo-8-Kräuter-Mischung gefüttert werden -und natürlich auch keinesfalls mit Regenwald-Soja-Kraftfutter -an der Regenwaldabholzung sind nur Veganer Schuld die täglich tonnenweise Sojaprodukte verschlingen -und als Nachtisch Sklavenkinder-Ausbeutungs-Bananen die in fünf Schichten Alufolie verpackt einzeln mit dem tropenholzbefeuerten Dampflugzeug dreimal um die Welt gekarrt wurden. Soviel Methan kann keine Kuh furzen um da Kuh mitzuhalten. Das Interessante an diesen Rindern ist übrigens ihr kollektives Borderline-Syndrom. Sie sind auf der einen Seite total glücklich, hegen aber im selben Moment den unbändigen Wunsch danach, den Freitod zu wählen um dann als leckeres Steak, paar Tüten Haribo und ein paar schicke Springerstiefel ihre weitere Existenz zu führen. Klingt paradox aber man muss sie ja nicht verstehen sondern nur töten. Und glückliche Tiere zu töten ist ja voll in Ordnung. Ist ja auch beim Menschen so. Das erste was ein Richter einen potentiellen Mörder fragt ist ob sich dieser versichert habe dass denn sein Opfer auf ein annehmbares Leben hatte. Wird dies bejaht erfolgt natürlich der sofortige Freispruch -aber das ist ja allgemein bekannt.
Und würde bitte mal einer an die Proteine denken? Ok, Proteinmangel ist bei uns praktisch nicht existent und selbst die Körnerfresser liegen deutlich über dem Bedarf aber Protein ist hier schließlich die DIN-Normeinheit an der man alles messen muss. Ein Kuhleid entspricht im metrischen System ungefähr 3,87 Deziprotein beziehungsweise anderthalb Fußballfeldern oder 8 Waschladungen.
Aber schön dass endlich mal ein unparteiischer wohldurchdachter Text von einem unzweifelhaften Experten auf dem Gebiet von… irgendwas mit essen… verfasst wurde. Man könnte zwar anmerken dass unsere vermeintlich fleischeslustigen Vorfahren an denen sich besagter Experte zu orientieren glaubt, je nach Lebensraum sehr unterschiedlich ernährten und man das ganz sicher nicht auf so einen groben gemeinsamen Nenner herunterbrechen kann. Oder man könnte vorsichtig darauf hinweisen dass jene fidelen Höhlengesellen eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwas mageren 30 Jahren vorzuweisen hatten von solcherlei Fakten lässt sich ein überzeugter Paleot jedenfalls nicht in der eigenen Überzeugung beirren. Zudem wird die Statistik ja verfälscht denn die damals häufigste Todesursache war nachgewiesenermaßen Genickbruch infolge von Ausrutschen in Mammut-Exkrementen.
Und als geneigter Fleischesser der man es sich zur Gewohnheit gemacht hat jeden suspekt und lächerlich zu finden der sich nicht ebenso gesund (und bewusst!!!) von Chicken McNuggets und BigMacs ernährt wie man selbst (auf letzterem ist Salat drauf), tut man sich natürlich auch mal mit so einem Urköstler zusammen -auch Spinner -aber Hauptsache keiner der einem beim Fleischessen durch seine bloße Existenz irgendwie ein schlechtes Gewissen macht. Da gehen auch solche Typen schon mal klar und werden fleißig geliket und geteilt denn immerhin haben sie den entscheidenen Fakt richtig erkannt: Veganer sind voll doof!
Ok, selbiger „Experte“ ist zwar der Meinung dass Brotverzehr gesundheitlich wohl ungefähr auf dem Niveau von Kettenrauchen anzusiedeln sei aber das ist ja völlig egal. Er hat gesagt: Veganer sind doof. Und da wir schon voraussetzen können dass das stimmt wird „Veganer sind doof!“ geteilt und der Rest intensiv ignoriert. Man müsste ja sonst den Igel ohne Brot essen und könnte nicht den Beweis dafür teilen das Veganer doof sind. Und bewiesen ist es damit. Ein Interview mit einem Internet-Blogger, seines Zeichens Paleo-Pappnase hat es endlich alles bestätigt! Hat ja lange genug gedauert. Diese Veganer mit ihren Statistiken und ihrem Ethikzeugs immer… -können einpacken.
98% unseres Fleisches stammen aus der Massentierhaltung. Von den restlichen zwei Prozent Bio-Tieren kann man sich natürlich einreden dass das die sind, die man selbst konsumiert und dass für den Rest die nicht so „bewusst“ Fleisch essenden „anderen“ verantwortlich sind. Dann kann man sich auch noch einreden dass Bio-Fleisch soviel bedeutet wie artgerechte Weidehaltung. Das stimmt zwar alles nicht aber mit solchen Details können wir uns nicht aufhalten. Das würde unsere Argumentation kaputt machen. Bitte daran denken: Das Axiom in dieser Gleichung lautet „Veganer sind doof!“. Alles andere sind Variablen die man austauschen kann um dieses Axiom zu bestätigen.
Klar, wenn man jetzt wirklich nur Weiderinder halten und schlachten würde, müssten wir uns natürlich ein kleines bisschen einschränken aber da wir ja eh alle nur ganz wenig Fleisch essen (bewusst übrigens), tun wir das ja gern und haben dann eben statt 60kg Fleisch im Jahr nur noch ein halbes Pfund oder so. Finanziell dürfte sich nichts ändern. Kein Problem also. Wir sind ja auch umweltBEWUSST. Man selbst isst ja auch nur ganz wenig Fleisch, und nur vom netten Metzger nebenan wo man weiß dass die Tiere… ach ich bin es leid das immer zu schreiben. Sind andere Menschen es nicht auch endlich mal Leid sich diese Märchen selbst einzureden?
Erbsenzähler (hihi, Erbsenzähler… Veganer… verstehste?) würden jetzt einwenden dass diese an den Haaren herbeigezerrten hypothetischen Extrembeispiele völlig unrealistisch sind und in der Realität praktisch keine Rolle spielen aber das ist ja auch völlig wumpe. Wichtig ist allein dass es irgendwie irgendwo irgendwann so sein KÖNNTE. Genau wie die Aussage, selbst auch nur ganz wenig Fleisch… und so weiter. Stimmt wie gesagt alles nicht aber KÖNNTE ja stimmen. Und darauf kommt es an. In irgend einem wilden Szenario kann man mit ganz viel Bastelei irgendwo einen Vergleich konstruieren wo man tatsächlich mal irgendwo weniger Leid durch Fleisch erzeugt -klar, nicht in einer vergleichbaren redlichen Gegenüberstellung aber immerhin so dass hypothetisch auf der einen Seite Fleisch und und auf der anderen Seite veganistisches Propaganda-Food steht. Das reicht völlig aus!
Nennen wir es Qualitätsjournalismus!“

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2 Gedanken zu „weidehaltung auf der autobahn und blutrünstige pflanzenfresser

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