good kill – us-drohnenkrieg – tod aus der luft – die joystick-soldaten – ramstein als knotenpunkt

meine wut auf die amerikaner wegen deren bombardierung des krankenhauses in kabul von ärzte ohne grenzen und die 22 toten muss ich teilen. ein deutschland, das sich nicht emanzipieren, lossagen und unabhängig werden kann von dieser us-diktatur, wird im strudel all der von den usa angerichteten gräueltaten und regionalen konflikte versinken. die usa verletzen mit ihren kampfflugzeugen und kampfdrohnen menschen- und völkerrecht, und deutschland ist deren komplize: us-drohnenkrieg – ramstein als knotenpunkt
ramstein

good kill: drohnenpilot major tommy egan tötet tagsüber den feind und küsst abends die ehefrau küssen und bringt die kinder ins bett. sein leben spielt sich zwischen extremen gegensätzen ab. gerade die eigene sicherheit, während er wie in einem videospiel das todbringende knöpfchen drückt, macht dem ex-kampfpiloten schwer zu schaffen. der wortkarge mann, der nach aussagen seiner frau stiller wird, wenn er wütend ist, zieht sich immer weiter zurück. die grenzen zwischen kriegseinsatz und privatleben verschwimmen. da kommt die cia und ändert die spielregeln. menschen werden getötet, weil ihr verhalten einem errechneten schema entspricht, nicht weil man klare beweise hat, dass sie terroristen sind. kollateralschäden? bedauerlich, aber manchmal unvermeidbar. und major tommy egan wird immer stiller…

Wieder ein Beispiel dafür, wie die Tragödie von 9/11 von den USA benutzt wurde um die Freiheit der Menschen zu beschränken, die Macht von Militär und Geheimdienste fast ins Unermeßliche auszudehnen und Gesetze nach Lust und Laune der Regierung und der Streitkräfte verändern zu können. Das Ganze ruht unter dem Deckmantel „Global War On Terrorism“, der von George W. Bush zum ersten Mal am 20.09.2001 proklamiert wurde und brachte neue Gesetze wie der „Patriot Act“ (inzwischen in die harmloser tönende Variante „Freedom Act“ umgetauft), neue Geheimdienste, eine Vervielfachung des Budget von Streitkräfte und ganz besonders vieler Geheimdienste mit sich. Was für abscheuliche Auswüchse die neue Kriegsfront nach sich zog ist dank Whistleblowers wie Julian Assange, Edward Snowden, Bradley Manning und vielen mehr inzwischen, zumindest teilweise, bekannt geworden. Da wären zum Beispiel Skandale wie die der Gefangenen-Folter in den CIA Gefängnissen, die Inhaftierung und das Verschwinden lassen absolut unschuldiger Menschen, das Töten von Zivilisten mittels Drohnen-Einsätze und viele viele mehr.

Barack Obama übernahm das Kampfdrohnen-Programm von seinem Vorgänger George W. Bush nicht nur, er erweiterte es um ein Vielfaches und benützt es inzwischen als ein (seiner Meinung nach) legitimes Mittel der Kriegsführung. Nicht zuletzt sein Entscheid zum Rückzug aus Afghanistan zwang ihn fast zur Nutzung bewaffneter Drohnen, da er zumindest versuchen wollte, das Land nicht komplett ins Chaos zu versenken lassen und somit den Tod all der dort gefallenen amerikanischen Soldaten sinnlos zu machen. Er baute ein Netz von Stützpunkten auf von wo aus die Kampfdrohnen so ziemlich in jedes Krisengebiet auf der Welt fliegen können, am Bildschirm in Containers in der Wüste von Nevada bei Las Vegas oder sonst wo in der westlichen Welt gesteuert, von Piloten die nach dem Abfeuern mehrerer Hellfire Raketen menschliche Ziele nach Feierabend nach Hause zu der Familie gehen und dort Grillen und einem vermeintlich gewöhnlichen Alltag nachgehen, wie es überall in amerikanischen Vorstädten getan wird.

Die Dokumentation nimmt Bezug auf den Hollywood Film „Good Kill“, der genau diesen Alltag eines früheren Kampfjets-Piloten, der nun Drohnen in Afghanistan steuert. Er kommt auch ein früherer Kampfdrohnen-Pilot zum Wort, dem alles zu viel wurde und sich entschloß auszusteigen und die Öffentlichkeit über den Mißbrauch dieser Technologie seitens der Navy und ganz besonders der CIA zu informieren. Denn diese lässt nicht nur menschliche Ziele nach langer Beobachtung und Beweissammlung eliminieren, sie wirft auch Bomben auf Gruppen von Menschen werfen die einem bestimmten Muster entsprechen, sei es das Tragen eines Bartes.

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