bringt griechenland das eu-narrenhaus zum einsturz?

es sind europäische bürger aus griechenland, vertreten durch ihre neue regierung, welche die europäische union mit ihrer forderung nach mehr demokratie für alle europäischen bürger kräftig unter druck setzten. das politische system der eu (gelenkt von goldman sachs) steht vor seiner schwersten bewährungsprobe. das „europäische haus“ ist stark in gefahr einzustürzen und muss jetzt solidarität beweisen. griechenland darf die eurozone auf keinen fall verlassen, egal was es noch kosten wird. die bisherige eu-diktatur, ausbeutung der eu-bürger durch weitere lohn- und rentenkürzungen zu gunsten weiteren wirtschaftswachstums, wollen die „neuen linken“ in europa beenden. ein austritt griechenlands aus der eu wäre für das „haus europa“ der anfang vom ende.
eu-narrenkäfig
der euro ist ein politisches konstrukt und von anfang an eine geschichte von arglistiger täuschung und selbstüberschätzung aller eu-mitglieder. die europäischen realpolitiker tun sich nun mit der idealistischen linken griechischen regierung sehr schwer. die eu-realos haben sich schon längst damit abgefunden, dass die scheinbar souveränen und unabhängigen regierungs- und staatschefs nur ausführende organe der mächtigsten banken und konzerne sind. als realpolitiker nimmt man die ausbeutungsverhältnisse recht gelassen hin und ordnet die menschen in gruppen ein, denen man sich moralisch mehr oder weniger verpflichtet fühlt. diese banken und konzerne kennen, dank der hilfe luxemburgs, alle legalen und illegalen steuertricks zur steuervermeidung, auch wenn dies für soziale ungerechtigkeiten sorgt. griechenland hätte man schon vor fünf jahren mit einem (noch nicht vorgesehenen) „staats-insolvents-verfahren“ helfen müssen. die neue griechische regierung fordert von der eu jetzt, zugunsten aller eu-bürger, solidarisches und demokratisches handeln ein und nimmt dafür auch eine eigene staatspleite in kauf. pleite sind sie so oder so und finanzielle hilfe von der eu bekommen sie auch, so oder so.

syriza in griechenland, podemos in spanien, grillo in italien – man bekommt fast wieder hoffnung. seit südosteuropa in den faschismus abgleitet und auch in mitteleuropa (besonders deutschland, frankreich) rechtsextreme bewegungen geschaffen wurden, um das system zu verteidigen, macht es fast wieder mut, dass zumindest in einigen südeuropäischen ländern (und island) wieder linke ideen zustimmung finden und systemkritik wieder denkbar wird, auch wenn die gegenüber kerneuropa wohl keine wirkliche chance haben.

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