das gift im kuhstall

3sat-Dokumentation „Das Gift im Kuhstall“ – Sterbende Tiere, kranke Menschen

Kühe, die stolpern, hinfallen und schließlich getötet werden. Bauern, die an Muskelschwäche erkranken, und Kinder, die behindert zur Welt kommen. Die Ursache für diese Schreckensbilder ist ein Bakterium, Clostridium Botulinum, besser bekannt als Botox gegen Falten. Aber dieses Bakterium ist ein echter Killer. Hochgefährlich und seit über zehn Jahren in vielen deutschen Rinderställen aktiv. Wie das Bakterium zu den Rindern kommt, ist bis heute ungeklärt. Tatsache ist, es breitet sich aus und betrifft immer mehr Höfe. „die story“ zeigt betroffene und verzweifelte Bauern im Kampf um die Anerkennung der Krankheit und um ihr Geld.

Die ersten geschädigten Bauern gab es in Mecklenburg-Vorpommern. Bauer Wohldmann hat alles verloren, seine Rinder und seine Gesundheit. Der jüngste Sohn kann nicht richtig laufen und nicht sprechen. Vor über zehn Jahren erkrankten seine Rinder und mussten getötet werden.

Seitdem streitet Wohldmann um die Anerkennung dieser Infektion als Seuche und mit ihm immer mehr Bauern von Schleswig-Holstein bis nach Nordrhein-Westfalen. Doch die zuständigen Behörden mauern, so scheint es. Zwar mahnen mittlerweile sogar Amtstierärzte und staatliche Institute vor der Infektion, aber die Landwirtschaftsminister der Länder und des Bundes zeigen keine Handlungsbereitschaft. Sie sprechen auch nicht gerne über den sogenannten Botulismus. So erhielt auch „die story“ von der Landwirtschaftsministerin nur eine Absage. Das Ministerium werde sich schriftlich zu konkreten Fragen äußern.

Eins ist aber jetzt schon sicher, erst erkrankten nur die Tiere, mittlerweile sprechen Wissenschaftler von der Übertragung auf den Menschen, und Auswirkungen auf das Erbgut scheinen nicht mehr ausgeschlossen. Da scheint es etwas spät, wenn das Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt eine Studie in Auftrag gegeben hat, die in fünf Jahren Ergebnisse liefern soll. Wie viele Rinder und Menschen sollen bis dahin noch erkranken?
botulinum
Wer die Dokumentation „Das Gift im Kuhstall“ gesehen hat, ist sich der Gefahr des Bakteriums mit dem Namen Clostridium botulinum vielleicht schon bewusst. Wer nicht, kann sich nun hier informieren oder die Augen vor dem Problem schließen, wie es die Behörden offensichtlich auch zu tun pflegen.

Der Name Botulinum (lat „botulus“) steht für „Wurst“, da es durch den Verzehr von Wurst erstmals zu Todesfällen kam. Die Bakterien vermehren sich unter Luftabschluss und bilden Sporen aus, welche überall vorkommen können, Jahrzehnte überdauern und sehr robust gegenüber Umwelteinflüssen sind. Das Botulinumtoxin wirkt bei Mensch und Tier als Nervengift, wodurch Lähmungserscheinungen bis hin zum Atemstillstand auftreten können.

Den bekanntesten Ursprung stellen Tierleichen dar, in welchen sich das Gift rasch vermehrt und so über das Futter der Kühe in deren Körper gelangt. Aber auch eiweißreiche Futtermittel spielen hierbei eine große Rolle. Denn das Märchen von der glücklich weidenden Kuh ist ja schon längst der unschönen Wahrheit von im Stall eingesperrten Tieren, die Silage und Kraftfutter für eine möglichst hohe Leistung bekommen, gewichen. Deshalb sind auch besonders die sogenannten Milchkühe vom viszeralen (chronischen) Botulismus betroffen. Sie essen unter Umständen kontaminiertes Futter. Leiden jahrelang unter einer rohfaserarmen Fütterung und haben durch ihre angezüchtete, hohe Milchleistung ein oft labiles Immunsystem.

Was bedeutet eine Erkrankung also für alle Beteiligten?
Für die Kühe bedeutet es eine wahnsinnige Qual durch den oft schleichenden Krankheitsverlauf mit Symptomen wie Abmagerung, Totgeburten, Euterentzündungen und Klauenproblemen. Wer sich einmal ein an Botulismus erkranktes Tier anschaut, sieht sofort welche Schmerzen und welches Leid diese Tiere ertragen müssen. Sie können nicht mehr aufstehen, ihnen klappen die Hinterbeine plötzlich weg und sie erleiden Ganzkörperlähmungen bis hin zum Tod durch Ersticken.

Lebt vegan! Denn nur so könnt ihr die Kühe, Euch und unsere Umwelt vor solch gravierenden Krankheiten am besten schützen.

Für jeden nicht vegan lebenden Menschen, bei dem Kuhmilch oder Fleisch im Einkaufswagen landen, besteht möglicherweise die Gefahr einer Vergiftung oder auch noch ungeklärte z.T. schwerwiegende Folgeerkrankungen. Zuletzt sei auch die Umwelt genannt. Denn durch Biogasanlagen und den Kot von erkrankten Tieren wird das Bakterium unkontrolliert auf Feldern und Wiesen ausgebracht. Was dies für wild lebende Tiere bedeutet ist ebenfalls ungeklärt.

Wieso, weshalb, warum?
Der chronische Botulismus wird vom Bundeministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wegen „wissenschaftlich nicht erbrachten Nachweisen“ nicht als Seuche angesehen, obwohl dieser laut Definition einer Tierseuche entspricht. Auch sehen sie keine Gefahr für den Verbraucher und so kann Milch und Fleisch von erkrankten Tieren weiter in den Verkauf kommen. Dies ist seit Jahren Praxis und kein Einzelfall.

Informiert Euch hier über das alltägliche Leiden einer sogenannten Milchkuh und probiert die leckeren und gesunden Alternativen wie Soja-,Hafer- oder Nussdrinks.
Quelle: veganblog.de

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