mysteriöse todesfälle: monsanto-gift im verdacht

Zehntausende sind schon am mysteriösen Nierenversagen gestorben. Jetzt nimmt eine Studie das Herbizid Roundup ins Visier.
roundup
Seit Mitte der 90er Jahre sind in Sri Lanka, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica Zehntausende von Reis- und Zuckerrohr-Bauern an einem mysteriösen Nierenversagen gestorben. Hundertausende mussten hospitalisiert werden. Unzählige wissenschaftliche Studien suchten erfolglos nach den Ursachen der «Chronischen Nierenerkrankung unbekannten Ursprungs» (CKDu). Jetzt liefert eine internationale Studie (Sri Lanka, USA) eine plausible Erklärung, erstmals publiziert im «International Journal of Environmental Research and Public Health».

Sri Lanka: Glyphosat und hartes Wasser
Laut Studie kommt es in jenen Regionen von Sri Lanka zu einer deutlichen Erhöhung der tödlichen Nierenversagen beziehungsweise Hospitalisierungen wegen Nieren-problemen, wo zwei Bedingungen erfüllt sind: Erstens ist das Grundwasser in den betroffenen Regionen hart bis sehr hart, das heisst es ist stark mit Metallen wie Calcium, Magnesium, Strontium und Eisen angereichert. Zweitens wurden in diesen Gebieten hohe Mengen des Pflanzengifts Glyphosat, das in Monsantos Roundup enthalten ist, auf die Reisfelder ausgebracht.

Monsanto liess den Wirkstoff Glyphosat schon 1974 patentieren. Mittlerweile sind die Patente in den meisten Ländern abgelaufen, so dass auch die Konkurrenz-Firmen ihre eigenen glyphosathaltigen Herbizide auf den Markt brachten. Glyphosat bindet sehr leicht Metalle zu einem Glyphosat-Metall-Mix. Mit der Aufnahme von Flüssigkeit oder beim Einatmen kann Glyphosat laut Studie die Metalle in den menschlichen Körper transportieren, wo sie in der Niere abgelagert werden und das Nierengewebe zerstören können. Die Studie erhärtet durch ihre Untersuchungen die Hypothese, dass die tödlichen Nierenversagen in Sri Lanka durch eine Kombination des Pflanzengifts Glyphosat mit hartem Wasser verursacht werden. Monsanto hingegen weist die Resultate der Studie als «unbewiesen» zurück.

Tödliche Nierenversagen auch in Mittelamerika
Die Studienverfasser stützen ihre Hypothese mit drei weiteren Indizien:

  1. Das Wasser im Norden von Sri Lanka ist sehr hart. Trotzdem ist dort keine erhöhte Zahl von tödlichem Nierenversagen zu beobachten, weil dort während des Bürgerkriegs nur wenig oder gar kein Glyphosat eingesetzt wurde.
  2. In einigen Gebieten Sri Lankas wurde keine erhöhte Sterberate wegen Nierenversagen festgestellt, obwohl dort massiv Roundup (Glyphosat) eingesetzt wurde. Denn dort wurde die Bevölkerung mit weichem Wasser ohne erhöhte Metallanreicherung versorgt.
  3. Mit dem politischen Wechsel in Sri Lanka im Jahr 1977 wurde der Einsatz von Herbiziden erlaubt. Dann dauerte es rund 15 Jahre bis der Glyphosat-Metall-Mix eine gesundheitsschädigende Konzentration im Boden und Grundwasser erreicht hatte. Das erklärt die Tatsache, dass die tödlichen Nierenversagen erst in den 90er Jahren auftraten.

Das Phänomen des tödlichen Nierenversagens tritt nicht nur in Sri Lanka auf, sondern auch in den mittelamerikanischen Staaten El Salvador, Nicaragua und Costa Rica (siehe Video). Auch dort starben in den letzten zwanzig Jahren Zehntausende von Zuckerrohr-Bauern an Nierenversagen und auch dort liegt laut Studie die gleiche Kombination von hartem Grundwasser und massivem Roundup-Einsatz vor.
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