13 katastrophale produkte und gute alternativen

kein-scheissWer Nutella isst, zerstört den Regenwald, Aldi-Brot macht die lokalen Bäcker kaputt.

Utopia zeigt, was alltägliche Produkte anrichten und empfiehlt gute Alternativen.

Sonnenblumen statt Brandrodung
„Hast du’s drauf?“ Mit Nutella schmiert man sich auch Palmöl auf Brot. Leider steckt das in fast allen Schokoaufstrichen, egal ob konventionell oder bio. Das Problem: Für den Anbau von Ölpalmen wird vor allem in Asien massiv Regenwald abgeholzt. Eine der wenigen Bio-Alternativen ist die Schokocreme „Nocciolata“ von Rigoni di Asiago mit Sonnenblumenöl statt Palmöl.

Öko-Waschpulver statt Chemie im See
Persil und Co. enthalten schwer abbaubare Stoffe wie chemische Wasserenthärter und Bleichmittel. Einige können selbst im Klärwerk nicht vollständig abgebaut werden und reichern sich in Böden und freien Gewässern an. Öko-Waschmittel wie Ecover machen die Wäsche genauso sauber – bestehen aber aus natürlichen Rohstoffen und sind darum weit aus weniger umweltschädlich.

Leitungswasser statt Ölkatastrophe
Der Schweizer Konzern Nestlé hat es gemeinsam mit anderen geschafft, Verbraucher glauben zu machen, sie müssten teures Wasser in Plastikflaschen kaufen. Doch Plastik basiert auf der knappen Ressource Erdöl und sollte daher möglichst sparsam verwendet werden. Für unsere Umwelt führt die Erdölförderung zu massiven Schäden – nicht nur dann, wenn es zu Tankerunglücken kommt. Übrigens: Leitungswasser ist in den meisten Regionen Deutschlands sogar gesünder. Wenn Sie Pech mit schadstoffhaltigen alten Leitungen haben, gibt es da immer noch die Alternative: Glasflaschen.

Blauer Engel statt tote Bäume
Pro Kopf verbrauchen wir Deutschen rund 15 Kilo Toilettenpapier im Jahr. Hochgerechnet auf unsere Gesamtbevölkerung ist das eine Menge Papier – und eine Menge Bäume, die dafür gefällt werden, dass wir uns den Allerwertesten abwischen können. Es sei denn, man verzichtet auf „samtiges“ chemie-gebleichtes Papier wie Zewa und kauft stattdessen Recycling-Toilettenpapier. Das Siegel „Der Blaue Engel“ garantiert, dass das Papier aus 100% Altpapier gewonnen wurde.

Lokaler Bäcker statt Billig-Brot
Leider ist Brotbacken schon längst nicht mehr Handwerkskunst, sondern industrielle Massenproduktion. Nur so können Aldi, Lidl, Backshops und Co. Brot so billig verkaufen. Unsere Brötchen werden häufig in Niedriglohnländern wortwörtlich am Fließband produziert, mit Enzymen behandelt, in Plastik verpackt, eingefroren und hunderte von Kilometern transportiert. Wer echtes Brot möchte, muss nach den wenigen verbliebenen handwerklichen Bäckern suchen. Oder in einer dieser Bio-Bäckereien einkaufen.

Bio-Müsli statt Zuckerschock
43 Gramm Zucker stecken in 100 Gramm dieses „Frühstücks“. Mehr als in einer Dose Cola. Mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung haben die Produkte von Kellogg’s & Co. nichts zu tun. Trotzdem wird damit aggressiv Werbung für Kinder gemacht. Dabei ist in Deutschland bereits etwa jedes siebte Kind übergewichtig.

Bier von Hier statt Mega-Konzern
Becks – eine nette Brauerei aus Bremen? Das war einmal. Becks gehört, wie auch viele andere vermeintlich lokale Brauereien, zum größten Brauereikonzern der Welt, Anheuser-Busch InBev aus Belgien. Der vertreibt Bier in alle Welt. Doch je mächtiger Konzerne wie dieser werden, desto mehr kleine, handwerkliche Betriebe müssen aufgeben. Viel mehr Sinn, als in Bayern Bier aus Bremen zu trinken, macht es, die kleinen, regionalen Brauereien zu unterstützen. Damit bleibt nicht nur das Geld, sondern auch das Handwerk in der Region und die kurzen Transportwege schonen das Klima. Prost!

Weizenfleisch statt Tierleid
Wiesenhof hat sich aufgrund seiner grausamen Tierhaltungsbedingungen einen besonders schlechten Ruf gemacht. Das heißt nicht, dass andere Hersteller besser sind. (Billig-)Fleisch aus industrieller Massentierhaltung sollte grundsätzlich keine Option sein. Besser ist Bio. Eine fleischlose Alternative nicht nur für Vegetarier und Veganer: „Weizenfleisch“, d.h. Seitanprodukte wie diese „Salami“.

Selber kochen statt Geschmack verstärken
Fast alle Fertiggerichte enthalten Geschmacksverstärker – dieses hier enthält zum Beispiel Mononatriumglutamat (E 621). Der synthetisch hergestellte Zusatzstoff gilt offiziell als unbedenklich, wird aber immer wieder mit dem „China-Restaurant-Syndrom“ (Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Taubheitsgefühl) in Verbindung gebracht, mit Fettleibigkeit, sogar mit Alzheimer und Parkinson. Besser: Einfach selber kochen! Spaghetti mit Käse-Sahne-Sauce dauern nun wirklich nicht lange, die Reste können Sie als „Fertiggericht“ einfrieren und wissen so genau, was drin steckt. Guten Appetit!

Fair Trade-Kaffee statt Kinderarbeit
Da Kaffee hierzulande leider nicht wächst, importieren wir ihn aus Südamerika oder Afrika. Doch gerade in der Kaffeeproduktion werden die Arbeiter häufig ausgebeutet: Kinderarbeit und Löhne unter dem Existenzminimum sind an der Tagesordnung. Das bedeutet leider, dass der Verbraucher bei (Billig-)Kaffe ohne Zertifizierung von genau diesen Herstellungsbedingungen ausgehen muss. Nur Kaffee aus zertifiziert fairem Handel, also zum Beispiel mit FairTrade-Siegel, garantiert menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

Bio-Shampoo statt Chemiekeule
Die meisten konventionellen Shampoos enthalten ungesunde Chemiecocktails. Hier zum Beispiel ist „Sodium Laureth Sulfate“ enthalten, ein PEG-Derivat, das die Haut durchlässiger macht für Schadstoffe und damit allergieauslösend sein kann. Hinter dem Begriff „Parfum/Fragrance“ auf der Verpackung können sich bedenkliche Duftstoffe verbergen, die nicht angegeben werden müssen. Besonders gefährlich sind dabei nitro- und polyzyklische Moschusverbindungen: Die können Allergien auslösen und stehen unter dem Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein. Zertifizierte Naturkosmetik wie das Bio-Shampoo von Weleda ist in der Regel frei von gesundheits- und umweltschädlichen Inhaltsstoffen.

Regionaler Honig statt klebrige Weltreise
Honig ist ein Naturprodukt? Stimmt. Eines, das auch hierzulande und wahrscheinlich auch irgendwo in Ihrer Nähe hergestellt wird. Trotzdem findet man im Supermarkt häufig Honig aus Südamerika und anderen Nicht-EU-Ländern auch mit Bio-Siegel. Der weite Transport verbraucht viel Treibstoff und verursacht riesige Mengen Treibhausgase. Dabei ist er vollkommen unnötig! Schauen Sie beim Einkauf ganz genau auf die Herkunft und kaufen Sie (Bio-)Honig von regionalen Erzeugern!

Bio-Frischkäse statt Massentierhaltung
Nein, es ist nichts Neues, aber wir möchten es trotzdem noch mal sagen: Die Milchprodukte und Eier im Supermarkt stammen zum allergrößten Teil aus industrieller Massentierhaltung. Die schädigt Tiere, Umwelt, Klima und letztlich auch unsere Gesundheit. Nur, wenn ein Bio-Siegel drauf ist, sieht es etwas besser aus; noch viel besser für Tiere und Umwelt sind die strengen Kriterien der Anbauverbände Bioland, Naturland und Demeter.

Extra-Tipp: Stoffbeutel statt Plastikmüll
Plastik ist nicht nur in der Herstellung, sondern vor allem in der Entsorgung äußerst bedenklich. Eine Plastiktüte wie diese braucht hunderte von Jahren, um vollständig abgebaut zu werden. Währenddessen wachsen die Berge von Plastikmüll auf der ganzen Welt immer weiter, Müllinseln schwimmen in den Meeren und winzige Partikel des ungesunden Kunststoffs finden sich in den Körpern von Menschen und Tieren. Wo immer möglich, sollten Sie Plastik vermeiden. In diesem Fall ist es wirklich ganz einfach: Nehmen Sie einen Stoffbeutel oder einen Rucksack mit zum Einkaufen und verzichten Sie auf Plastiktüten!
utopia.de

Advertisements

2 Gedanken zu „13 katastrophale produkte und gute alternativen

schreib was

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s