fukushima: der letzte tierfreund

Er opfert sich liebevoll auf: Obwohl die Gegend um Fukushima bei der Reaktorkatastrophe vor zweieinhalb Jahren verseucht wurde, lässt ein Mann seine 500 Schützlinge im Tierheim nicht im Stich.

sakamotoIn den Hügeln um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima liegt der Zugang zu einem atomaren Niemandsland. 150.000 Menschen hatten die Gegend nach dem Unglück verlassen, das Gebiet wurde abgesperrt. Doch einer lässt sich davon nicht abschrecken. Der frühere Sozialarbeiter Keigo Sakamoto hatte vor über 10 Jahren ein Tierheim gegründet und weigerte sich nach dem Unglück, seine Schützlinge im Stich zu lassen. „Auch wenn ich nur einen Monat wegbleiben würde, würde wahrscheinlich kein einziges Tier überleben. Ich hab so lange dafür gekämpft, sie zu beschützen, nun will ich das nicht alles aufgeben.“ Rund 500 Tiere betreut der 58-jährige mit Hilfe von Futterspenden, darunter Hunde, Hühner, Ziegen, Hasen, Murmeltiere und Gänse. Von morgens bis abends bleibt er auf dem Gelände und merkt auch, wenn eines der Tiere fehlt. „Gott sei Dank habe ich Dich gefunden. Ich dachte schon, Du wärst von einem Wiesel gefressen worden.“ Trotz solcher Glücksmomente ist Sakamoto wütend auf die Betreiberfirma des Atomkraftwerks, auch wenn das Unglück inzwischen über zweieinhalb Jahre her ist. „Die TEPCO-Leute kommen und gehen, sie schauen, was sie hier angerichtet haben. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass sich einer dafür entschuldigt hätte. Es könnte auch ihr rangniedrigster Arbeiter sein, aber ich würde gern zumindest ein Mal eine Entschuldigung hören und dass sie um Vergebung dafür bitten, was sie getan haben.“ Hunderte Tiere waren in den Monaten nach dem Desaster gestorben. quelle: lavanguardia.com

Ein Gedanke zu „fukushima: der letzte tierfreund

  1. Ich kann nichts anderes sagen als Danke und das er einer der wenigen Menschen ist, die meinen tiefsten Respekt verdient haben für ihre selbstaufopfernde Lebensaufgabe….. Ich weine um alle Tiere die so auf uns Menschen angewiesen sind und um die Menschen die alles für sie tun – aus Trauer, das sie es überhaupt machen müssen……

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