eine essbare stadt

Arnsberg: „Pflücken erlaubt statt Betreten verboten“ – Sozialleben, verbunden mit Ökologie und Wirtschaft
arnsberg
Essbare Stadt Arnsberg? „Warum nicht?“, fragen die heimischen Piraten mit Blick auf ein erfolgreiches Projekt der Stadt Andernach (30.000 Einwohner) in Rheinland-Pfalz. Dort boomt „urbane Landwirtschaft“. Die Idee ist ebenso simpel wie effektiv: Seit drei Jahren bepflanzt die Stadt Andernach viele ihrer Grünflächen nicht mehr mit klassischen Zierpflanzen, sondern nutzt das öffentliche Grün für den Anbau von Obst, Gemüse und Wildblumen. Die Essbare Stadt Andernach bietet ihren Bürgern so eine ganz neue Nutzung des öffentlichen Raums: Es wird nicht mehr nur gespielt, gejoggt oder gewandert – jetzt wird auch das Abendessen gepflückt. Städtisches Grün nicht nur fürs Auge, sondern auch für den Magen. Ob Tomaten, Bohnen, Lauch, Mangold, Kürbisse oder Zucchini: „Pflücken erlaubt statt Betreten verboten“ lautet das Motto dort.

Für Arnsbergs Piraten eine echte Alternative, denn: „Immer mehr Grünanlagen in Arnsberg verwildern aufgrund der klammen finanziellen Lage der Stadt“, so die Piraten. Warum also nicht diese Gartenflächen ab kommender Saison nach dem Prinzip des urbanen Gartenbaus bepflanzen? Was in Andernach funktioniert, bringe auch für Arnsberg eine Verbesserung des Stadtbildes. Wie das Ganze vor Ort funktionieren soll, schildert Piraten-Sprecher Daniel Wagner wie folgt:

„Langzeit-Arbeitslose kümmern sich um die (Nutz)gärten und gehen so seit Langem wieder einer Beschäftigung nach, die Stadtkasse wird entlastet, da das Saatgut jährlich nur einmal gepflanzt werden muss, und Bürgerinnen und Bürger können eine höhere Akzeptanz zu ihrer Stadt aufbauen.“ weiterlesen derwesten.de

hier noch einige weitere essbare städte:
– andernach
– kassel
– lübeck
– minden
– saarbrücken

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4 Gedanken zu „eine essbare stadt

  1. Da gibts schon seit den 70gern des letzten Jahrhundert so tolle Konzepte. Durchgesetzt hat sich bis jetzt ja nicht viel. Ich hoffe nun ist die Zeit langsam endlich reif dafür. Bei uns in der Stadt werden die öffentlichen Beete teilweise 3 mal im Jahr neu bepflanzt. Eine unglaubliche Verschwendung wie ich finde.

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  2. Meine ehemalige Region – Arnsberg – da scheitert es an der Akzeptanz, schade! Ist doch eine gute Idee!
    Ich war am Montag in Kitzingen – hier werden sogar Straßenränder mit Gemüse bepflanzt. Weniger zum Genuss, aber zeigt den Stellenwert!
    LG Sabine

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    • urbane landwirtschaft ist die nutzung von land in ballungsräumen zum anbau von lebensmitteln. die nutzung erfolgt in der regel für den eigenbedarf und ist eng mit dem sozialleben, den ökologischen und wirtschaftlichen kreisläufen der stadt verbunden.

      die „essbare stadt andernach“ hat in den vergangenen jahren bereits eine vielzahl von erfahrungen gesam­melt und konzepte der urbanen landwirtschaft in ein nachhaltiges grundkonzept der städtischen grünraumpla­nung integriert. die resonanz dieser neuen wege war enorm. ziel war es, gemeinsam die möglichkeiten der übertragung solcher konzepte auf an­de­re städte und gemeinden zu diskutieren.
      also, wählt selbst eure zukunft !

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