müllermilchs „muuh!“ gefunden

Anlässlich der aktuellen Werbung und Aktion „Finde das Muuh“ von Müllermilch, möchte die Internetseite find-das-muh.de von Animals Liberty mit ihrer Gegenkampagne zeigen, was sich wirklich hinter dem „Muuh“ verbirgt. Auch Jeff Mannes verbreitete diese Initiative und damit auch gleichzeitig den Brief, welchen er an die Unternehmensgruppe Theo Müller und eine ihrer Molkereien schickte.

Sein Brief:
„An die Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG (a.k.a. Müllermilch),
Sowie an deren in Luxemburg ansässige Muttergesellschaft Unternehmensgruppe Theo Müller S.e.c.s.,

Betreff: Gewinnspiel „Finde das Muuh!“

Liebe Müllermilch,

Ich habe das „Muuh“ bereits gefunden.

Ich habe das verzweifelte, zerstörte „Muuh“ gehört. Als ich vor knapp 3 Jahren eine entlaufene, hochschwangere Kuh freigekauft habe, war ich kurzzeitig auf einem kleinen Milchbetrieb – der typische freundliche Bio-Bauer von nebenan. Dort habe ich sie gesehen: Die weg gesperrten Kälber in ihren Plastik-Iglos, die sich gegen die Türen ihrer Gefängnisse warfen um erfolglos zu ihren Müttern zu gelangen. Ich habe ihr „Muuh“ gehört, als sie angsterfüllt und terrorisiert nach ihren Müttern schrien. Und ich habe das „Muuh“ der Mütter gehört, die im Stall verzweifelt nach ihren Kindern riefen.

Ich habe das erschöpfte, wunderschöne „Muuh“ gehört, als Dina, die freigekaufte Kuh, kurz vor der Geburt weglief um ihr ungeborenes Kalb zu retten, weil sie wusste, dass man es ihr nach der Geburt weg nehmen würde und sie ihren Sohn Mattis – mein Patenkind – zur Welt brachte. Ich habe das glückliche „Muuh“ von Mattis gehört, ein freies Kalb, das froh über die Wiesen sprang – im Gegensatz zu Ihren Kälbern, liebe Müllermilch.

muhIch habe das bewegende, emotionale „Muuh“ gehört, als Gisela, eine alte, kranke und seelisch gebrochene Kuh auf Hof Butenland, die nicht mehr aufstehen wollte, weil sie in 17 Jahren 15 Kälber in der Milchindustrie zur Welt bringen musste und keines davon behalten durfte, doch plötzlich nach Tagen wieder aufstand, als Mattis zur Welt kam. Ich habe das tränenrührende „Muuh“ gehört, als sie – trotz 15 Kinder – zum ersten Mal Mutter sein durfte und sich trotz ihrer Schmerzen und ihrer Pein und ihrem ausgemergelten Körper vorbildlich um Mattis kümmerte.

Ich habe das traurige „Muuh“ gehört, als Gisela dann doch irgendwann starb, ihrer Kräfte endgültig beraubt und Mattis und Dina jeden Tag auf ihrem Platz lagen und trauerten.

Ich habe das „Muuh“ gefunden, liebe Müllermilch. Durch dieses „Muuh“ bin ich vegan geworden. Dieses „Muuh“ ist mir kein Geld der Welt wert, denn dieses „Muuh“ hat mir mehr gegeben, als jedes Geld mir geben könnte: Integrität, Menschlichkeit und Mitgefühl.“ Quelle: kleineroeko.blogspot.de

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2 Gedanken zu „müllermilchs „muuh!“ gefunden

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