biokunststoffe: eine alternative zu plastik

koennen-plastiktueten-wirklich-bio-sein-Mittlerweile werden sie auch in den großen Supermarktketten angeboten: biologisch abbaubare Plastiktüten. Es erscheint im ersten Moment vielversprechend, herkömmliche Kunststoffe durch Verpackungen zu ersetzen, die nicht aus Erdöl, sondern aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden, und die, nachdem sie ihre Funktion erfüllt haben, verrotten. Doch wie nachhaltig sind diese Biokunststoffe tatsächlich? Du hast genug vom Plastikwahn? Es geht auch anders!

Ungefähr 14 Millionen Tonnen Verpackungen werden in Deutschland jährlich verbraucht. Fast 40 Prozent davon bestehen aus Kunststoff. Darin sind etwa 1,8 Millionen Tonnen Material enthalten, das für relativ kurzlebige Kunststoffverpackungen wie Folien, Beutel, Tragetaschen oder Einweggeschirr Verwendung findet. Gerade in diesem Anwendungsbereich liegt das Potenzial von Biokunststoffen.

Biokunststoffe sind den meisten Verbrauchern wohl bisher in Gestalt von Tüten und als Sammelbeutel für Biomüll begegnet. Aber auch Gemüse, Obst, Eier und Fleisch oder Getränke und Molkereiprodukte werden darin verpackt. Als Biomasse für Biokunststoffverpackungen sind vor allem Mais, Kartoffeln und Weizen sowie Zuckerrohr und zukünftig wahrscheinlich auch Zuckerrüben relevant. Der Flächenbedarf, der für den Anbau der Ressourcen für Biokunststoffverpackungen in Deutschland aktuell besteht, beträgt weniger als 0,001% der globalen Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen.

Die Produktionskapazitäten für Bioplastik sind annähernd gleichmäßig auf Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien/Ozeanien verteilt. In Deutschland sind die Kapazitäten vergleichsweise gering. Das Umweltbundesamt (UBA) geht von einer Steigerung des Anteils an Biokunststoffen am gesamten Kunststoffverpackungsmarkt hierzulande von unter 0,5% im Jahr 2009 auf 1 – 2% im Jahr 2015 aus. weiterlesen reset.org

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3 Gedanken zu „biokunststoffe: eine alternative zu plastik

  1. Plastiktüten gehören verboten, egal ob Bio oder nicht! Wusstest Du, dass 50% unseres Storchennachwuchses gestorben ist? Ein Teil der geschlüpften Brut ist im Nest ertrunken, weil die Storcheneltern das Nest mit Plastiktüten ausgekleidet hatten. Beim Versuch die Jungen zu wärmen (was hier im Juni dringend notwendig war) wurden diese quasi unter Wasser gedrückt. Das Regenwasser konnte ja nicht mehr ablaufen. Ein Teil der Jungvögel hat sich erdrosselt, weil zum Nestbau auch die von Bauern zum Zusammenhalten ihrer Strohballen verwendeten Kunststoffschnüre benutzt wurden

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